Vasektomie

Vasektomie

Die Vasektomie, oder auch Sterilisation des Mannes, ist als Verhütungsmethode vor allem für Paare geeignet, die mit ihrer Familienplanung komplett und sicher abgeschlossen haben. Die wichtigsten Infos, die du zur Vasektomie kennen solltest, findest du hier.

Wirkung

Bei einer Vasektomie werden beide Samenleiter im Hodensack durchtrennt. So können keine Spermien mehr in die Samenflüssigkeit des Mannes gelangen: Die Befruchtung einer weiblichen Eizelle ist damit nicht mehr möglich. Trotz Sterilisation geht die Produktion von Hormonen und Spermien in den Hoden dennoch weiter, jedoch werden die Spermien vom Körper unmittelbar wieder abgebaut.

Anwendung

Die Sterilisation beim Mann wird üblicherweise ambulant und unter örtlicher Betäubung in einer urologischen Praxis durchgeführt. Insgesamt dauert der Eingriff etwa 20 bis 25 Minuten.

Sicherheit

In puncto Sicherheit ist die Vasektomie das wohl zuverlässigste Verhütungsmittel für den Mann. Der Pearl-Index der Verhütungsmethode liegt bei gerade einmal 0,1 – je niedriger dieser Wert, desto sicherer ist eine Methode zum Empfängnisschutz. Damit bietet die Sterilisation des Mannes einen beinahe hundertprozentigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft. In extrem seltenen Fällen kann es zu einer Rekanalisierung kommen, bei der die durchtrennten Samenleiter wieder zusammenwachsen. Achtung: Nach einer erfolgreichen Vasektomie können noch mehrere Monate lang befruchtungsfähige Spermien im Ejakulat vorhanden sein und anfänglich eine zusätzliche Verhütung erforderlich machen. Männer sollten nach der Sterilisation regelmäßig ihre Samenflüssigkeit kontrollieren lassen.

Nachteile

Die Vasektomie nimmt keinen Einfluss auf das Lustempfinden, die Erektionsfähigkeit, den Orgasmus und die Ejakulation. Dennoch ist der Gedanke, unfruchtbar zu sein, für viele Männer nicht ganz leicht – seelische Probleme können die Folge des Eingriffes sein. Bei der Entscheidung zur Sterilisation sollte der Mann gründlich und in Ruhe Vor- und Nachteile des Eingriffes abwägen: Könnten sich die Lebensumstände doch noch einmal ändern – etwa mit einer neuen Partnerin in der Zukunft und einem gemeinsamen Kinderwunsch? Grundsätzlich lässt sich eine Vasektomie wieder rückgängig machen. Spezialisierte Urologen sind in der Lage, die Samenleiter unter dem Mikroskop wieder zusammenzunähen. Dieser Eingriff ist jedoch sehr aufwändig und mit hohen Kosten verbunden. Außerdem bietet die Operation keine Garantie dafür, dass der Mann dadurch tatsächlich wieder zeugungsfähig wird.

Geeignet für

Paare, die sicher mit ihrer Familienplanung abgeschlossen haben. In manchen Fällen kann eine Vasektomie auch medizinische Gründe haben.

Kosten

Entscheidet sich ein Mann zu einer Vasektomie, muss er diese in der Regel selbst bezahlen – die Krankenkassen übernehmen die Kosten üblicherweise nicht. Je nach Praxis kann der Eingriff 400 bis 500 Euro kosten. Interessenten sollten vor der Sterilisation klären, ob noch weitere Kosten für notwendige Kontrolluntersuchungen auf sie zukommen könnten.

Hier erhältlich

Die Sterilisation beim Mann wird nach einer ausführlichen Beratung ambulant und unter örtlicher Betäubung von einem Urologen durchgeführt.