Sterilisation

Sterilisation der Frau

Sie schützt nahezu hundertprozentig vor einer ungewollten Schwangerschaft, ist aber meistens endgültig: Eine Sterilisation will sehr gut überlegt sein. Gerade in jungen Jahren ist es für Frauen nur schwer abzuschätzen, ob sie wirklich niemals Kinder haben möchten. Hier findest du die wichtigsten Informationen, die du rund um die Sterilisation wissen solltest.

Wirkung

Durch eine Sterilisation können Eizelle und Spermien nicht aufeinandertreffen. Der Eisprung wird durch den Eingriff jedoch nicht beeinflusst.

Anwendung

Für die Sterilisation ist ein einmaliger operativer Eingriff notwendig. Es gibt unterschiedliche Verfahren: Entweder verschließt der Arzt die Eileiter mit einem Clip aus Titan und Kunststoff, oder er verödet sie. Die Operation wird in der Regel durch einen Einstich in der Nähe des Bauchnabels durchgeführt. Es gibt aber auch neuere, schnittfreie Methoden, bei denen die Instrumente durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt werden.

Sicherheit

Die Sterilisation gilt als sehr zuverlässige Verhütungsmethode. Der Pearl-Index liegt zwischen 0,2 und 0,3 – das heißt nur 2 bis 3 von 1.000 sexuell aktiven, aber sterilisierten, Frauen werden pro Jahr schwanger.

Nachteile

Grundsätzlich stellt jede Operation ein gesundheitliches Risiko dar: Mögliche Folgen sind zum Beispiel verletzte Organe, Entzündungen oder Blutungen. Eine Sterilisation kann zusätzlich einen verfrühten Beginn der Wechseljahre mit sich bringen. Auch eine Störung des Hormonhaushaltes ist möglich, die Schlafstörungen, sexuelle Unlust und Stimmungsschwankungen mit sich bringen kann. Zusätzlich ist das Risiko einer Bauchhöhlen- und einer Eileiterschwangerschaft nach einer Sterilisation erhöht. Eine Sterilisation ist nur schwer rückgängig zu machen. Der Wiederherstellungseingriff ist kompliziert und führt nicht immer zum Erfolg. Wenn die Operation scheitert, die Fruchtbarkeit also nicht wiederhergestellt werden kann (Refertilisierung), ist folglich keine Schwangerschaft möglich. Als Folge einer Sterilisation können deshalb auch seelische Probleme auftreten, wenn die Frau ihre Entscheidung bereut.

Verhütungspannen: Das kann schiefgehen

Nach einer Sterilisation kann eine Frau mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass sie bei ungeschütztem Verkehr nicht schwanger werden kann. Aus diesem Grund wird meist nicht mehr aktiv verhütet. Ein Restrisiko von etwa 0,02 Prozent bleibt jedoch. Denn: Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass sich nach der Sterilisation Eierstock und Gebärmutter ohne weiteren operativen Eingriff wieder miteinander verbinden. Bei der Clip-Methode ist diese Wahrscheinlichkeit etwas höher als bei der Eileiter-Verödung.

Geeignet für

Frauen mit abgeschlossener Familienplanung. Gerade jüngere Frauen sollten sich den Eingriff im Vorfeld deshalb sehr gründlich überlegen.

Kosten

Die Kosten für eine Sterilisation liegen zwischen rund 600 und 1.600 Euro.

Erhältlich über

Eine Sterilisation ist entweder ambulant oder stationär möglich, zum Beispiel beim Gynäkologen oder in einer Klinik.

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