Spirale

Spirale

Die Spirale gehört zu den besonders beliebten Mitteln der Empfängnisverhütung. Die Kupferspirale und Hormonspirale kennst du vielleicht schon – aber was ist eigentlich ein Verhütungsschirmchen? Lies hier, was es rund um die kleinen, T-förmigen Stäbchen zu wissen gibt.

Wirkung

Die Kupferspirale gibt Kupferionen in die Gebärmutter ab. Dadurch verändert sich der Gebärmutterschleim. Wird eine Eizelle befruchtet, hindert das Kupfer sie daran, sich in der Gebärmutter einzunisten. Die Hormonspirale dagegen wirkt als Verhütungsmittel, indem sie kontinuierlich das Hormon Levonorgestrel an die Gebärmutter abgibt. Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird dadurch vermindert, was das Einnisten einer möglicherweise befruchteten Eizelle in der Gebärmutter verhindert. Auch die Reifung der Eizelle sowie der Eisprung wird durch die Hormonspirale erschwert. Das Verhütungsschirmchen ist ebenfalls eine Hormonspirale, kommt aber mit einer geringeren Levonorgestrel-Dosis aus – der Körper wird so bis zu 50 Prozent weniger mit dem Hormon belastet.

Anwendung

Das Einsetzen der Spirale erfolgt beim Gynäkologen, idealerweise an den letzten Tagen der Menstruation. Der Arzt legt die Spirale in die Gebärmutterhöhle ein und überprüft anschließend per Ultraschall, ob sie richtig sitzt. Durch den integrierten Rückholfaden kann die Frau jederzeit die Position des Verhütungsmittels prüfen. Die Spirale kann drei bis fünf Jahre im Körper verbleiben, beim Verhütungsschirmchen sind es nur drei. Etwa alle sechs Monate sollte der Arzt erneut überprüfen, ob alles in Ordnung ist.

Sicherheit

Alle Varianten der Spirale gelten als sehr sichere Methoden zur Empfängnisverhütung: Die Kupferspirale hat einen Pearl-Index von 0,3 bis 0,8, der der Hormonspirale liegt bei 0,16, und der des Verhütungsschirmchens zwischen 0,2 und 0,4. Der Pearl-Index bestimmt, wie viele Frauen von insgesamt 100 sexuell aktiven Frauen über ein Jahr betrachtet ungewollt schwanger werden, während sie eine bestimmte Verhütungsmethode anwenden.

Nachteile

Gerade in den ersten Monaten nach dem Einsetzen kann die Spirale zu einer stärkeren Regelblutung und Menstruationsschmerzen führen. In diesem Fall sollte der Arzt die Position der Spirale überprüfen – eventuell werden die Schmerzen durch eine falsche Positionierung ausgelöst. Es ist außerdem in Einzelfällen möglich, dass die Spirale unbemerkt, zum Beispiel während einer Blutung, ausgestoßen wird. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle ist auch deshalb sehr wichtig. Hormonspiralen können durch das enthaltene Levonorgestrel zu Nebenwirkungen führen: Dies können zum Beispiel Hautprobleme, weniger Lust auf Sex, Gewichtsveränderungen, Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen sein.

Geeignet für

Frauen, die sich möglichst selten Gedanken über Verhütung machen möchten und die regelmäßigen und spontanen Geschlechtsverkehr planen. Das Verhütungsschirmchen eignet sich vor allem für jüngere Frauen und Mädchen, die einen eher schmalen Uterus haben sowie für Frauen, die noch nie entbunden haben.

Weitere Möglichkeiten

Die Kupferspirale lässt sich nicht nur als vorbeugendes Verhütungsmittel anwenden, sondern auch als "Spirale Danach", um nach einer Verhütungspanne eine Schwangerschaft zu verhindern. Hierfür setzt der Arzt innerhalb von fünf Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr die Spirale ein.

Kosten

Die Kosten für eine Kupferspirale liegen je nach Modell zwischen 120 und 300 Euro. Hormonspirale und Verhütungsschirmchen sind etwas teurer – sie kosten rund 300 bis 400 Euro. Sowohl eine ärztliche Beratung als auch das Einsetzen sind hierbei üblicherweise enthalten. Zusätzliche Kosten entstehen durch die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen: Meist übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die erste Untersuchung, weitere Kontrolltermine hingegen muss die Frau meist selbst zahlen.

Hier erhältlich

Die Spirale wird vom Gynäkologen eingesetzt und untersucht.