Femidom

Femidom

Kondom mal anders herum: Das Femidom wird auch als Kondom für die Frau bezeichnet. Dabei gilt das Präservativ für Sie als ebenso sicher wie ein klassisches Kondom für den Mann. Ob dieses hormonfreie Verhütungsmittel das richtige für dich ist, kannst du leicht selbst entscheiden. In der Anwendung ist das Femidom etwas umständlicher als ein Präservativ.

Wirkung

Das Femidom verhindert, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen und hier eine Eizelle befruchten: An jedem Ende des hauchdünnen Kunststoffschlauches befindet sich ein flexibler Ring – der Ring am geschlossenen Ende sitzt nach dem Einführen direkt vor dem Muttermund und bildet somit eine mechanische Barriere für die Spermien.

Anwendung

Bereits einige Stunden vor dem Geschlechtsverkehr kann das Femidom eingesetzt werden. Zuvor wird es innen und außen mit einem Gleitmittel bestrichen. Tipp: Dabei kann auch ein spermienabtötendes Präparat zum Einsatz kommen, um die Sicherheit des Verhütungsmittels zu erhöhen. Auch einige Tropfen Gleitmittel direkt auf den Penis sind zu empfehlen. Der Ring am geschlossenen Ende des Femidoms wird, ähnlich wie ein Diaphragma, tief in die Scheide eingeführt und vor dem Muttermund positioniert – zwischen dem Schambein und dem hinteren Scheidengewölbe. Wichtig: Das offene Ende des Femidoms muss außerhalb des Scheideneingangs liegen – nur so lässt sich verhindern, dass das Kondom für die Frau verrutscht. Nach dem Sex sollte das Femidom noch vor dem Aufstehen vorsichtig aus der Scheide entfernt werden: Durch Drehen des äußeren Rings wird das Kondom für die Frau verschlossen, sodass das Sperma nicht auslaufen kann.

Sicherheit

Das Femidom besitzt einen Pearl-Index von 5 bis 25: Je niedriger dieser Wert bei einem Verhütungsmittel ist, als desto sicherer gilt es. Die große Spanne beim Femidom ist mit Anwendungsfehlern zu erklären, die die Sicherheit stark reduzieren können. Wird das Verhütungsmittel jedoch korrekt angewendet, ist das Kondom für die Frau in puncto Empfängnisschutz so sicher wie das Kondom für den Mann. Außerdem bietet es als einziges Verhütungsmittel neben dem Kondom Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.

Nachteile

Ein großer Nachteil des Femidoms ist die relativ schwierige Anwendung. Zudem ist das Kondom für die Frau als regelmäßiges Mittel zur Empfängnisverhütung verhältnismäßig teuer.

Verhütungspannen: Das kann schiefgehen

Beim Femidom können leicht Anwendungsfehler passieren, da die Handhabung nicht einfach ist und viel Übung erfordert. So kann das Femidom zum Beispiel verrutschen, wenn es nicht richtig eingesetzt wird. Nach dem Sex kann Sperma austreten und in die Scheide gelangen, wenn das Femidom nicht korrekt verschlossen wird. Wenn eine solche Panne passiert und bemerkt wird, kann die Pille Danach als Notfallverhütung den Eisprung oft noch verschieben und so eine ungewollte Schwangerschaft verhindern.

Geeignet für

Frauen, die ihren Körper gut kennen und auch während des Sex noch ein Auge darauf haben, ob das Kondom für Frauen richtig sitzt. Außerdem ist das Femidom geeignet für Frauen, die sich neben dem Empfängnisschutz auch einen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten wünschen. Gut zu wissen: Da Femidome heute oft latexfrei sind, können auch Frauen mit Latexallergie damit verhüten.

Weitere Möglichkeiten

Ein Verhütungsmittel, das ähnlich wie ein Femidom wirkt, ist das Diaphragma.

Kosten

Die Kosten für das Femidom liegen bei etwa 3 bis 5 Euro pro Stück.

Erhältlich über

Das Femidom ist rezeptfrei erhältlich, kann jedoch nur in Apotheken gekauft oder über das Internet bestellt werden. Im normalen Handel steht das Kondom für die Frau in der Regel nicht zum Verkauf

 

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