Depotspritze

Depotspritze

Kennst du die Depotspritze? Sie ist auch unter der Bezeichnung "Dreimonatsspritze" bekannt. Wenn du mit anderen gängigen Verhütungsmitteln nicht so gut zurechtkommst oder diese nicht verträgst, könnte sie eine gute Alternative für dich sein. Hier findest du die wichtigsten Infos rund um das Hormonpräparat.

Wirkung

Die Dreimonatsspritze ist ein hormonelles Verhütungsmittel, das Gestagen enthält. Dieses verhindert den Eisprung – zusätzlich sorgt es für eine verdickte Konsistenz des Schleims im Gebärmutterhals. Samenzellen können so schwieriger hindurch zum Eileiter gelangen. Außerdem sorgt das Gestagen der Dreimonatsspritze dafür, dass sich die Schleimhaut der Gebärmutter nur vermindert aufbaut. Sollte eine Eizelle freigesetzt und befruchtet werden, könnte sich diese nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten.

Anwendung

Die Hormonspritze wird nicht selbst angewendet, sondern von einem Arzt in den Gesäßmuskel oder einen Muskel am Oberarm injiziert. Die Frau erhält die erste Spritze zwischen dem ersten und fünften Tag ihrer Menstruation. Anschließend wird die Depotspritze alle drei Monate gesetzt.

Sicherheit

Die Depotspritze gilt als sehr sicheres Verhütungsmittel, der Pearl-Index liegt zwischen 0,3 und 0,88. Gut zu wissen: Je niedriger dieser Wert ist, desto sicherer ist das Mittel zum Empfängnisschutz.

Nachteile

Verschiedene Nebenwirkungen können unter Verwendung der Depotspritze auftreten: Zwischenblutungen, Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe, Bauch- und Kopfschmerzen sowie Hautprobleme sind ebenso möglich wie Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen und Schwindelgefühle. Außerdem kann die Spritze unter Umständen die Knochendichte verringern – eine Folge kann Osteoporose sein. Weil das Präparat nicht einfach abgesetzt werden kann, lassen sich möglicherweise auftretende Nebenwirkungen nicht kurzfristig beseitigen.

Geeignet für

Frauen, die mit anderen Verhütungsmethoden nicht zurechtkommen. Anwenderinnen der Methode müssen einen normalen Zyklus haben. Fachleute empfehlen das Präparat ausdrücklich nur Frauen, die mit anderen Methoden Probleme haben.

Kosten

Eine Dreimonatsspritze kostet rund 30 Euro. Eventuell entstehen zusätzliche Kosten für das Setzen der Spritze. Diese können von Arzt zu Arzt unterschiedlich hoch ausfallen.

Hier erhältlich

Die Dreimonatsspritze muss vom Arzt verschrieben werden.