Mein Körper

Yoni-Massage: Die pure Lust am weiblichen Körper

Den eigenen Körper besser kennen lernen – darum geht es bei der Yoni-Massage. Bei der tantrischen Massage der Vagina erfahren Frauen, wie viel Lust in ihnen steckt.
Yoni-Massage: Die pure Lust am weiblichen Körper

Wonach sehnt sich mein Körper? Welchen Impulsen sollte ich folgen? Damit beschäftigt sich die indische Lehre des Tantra. Bei einer Yoni-Massage, die dieser Lehre entspringt, richtet sich der Fokus auf das weibliche Geschlechtsorgan, die Vagina. Frauen sollen dabei lernen, wie viel Lust in ihnen steckt und wie diese erweckt werden kann.

Tantra: Ein rundum gutes Körpergefühl

Yoni ist ein indischer Begriff für den gesamten weiblichen Intimbereich, sprich Schamlippen, Klitoris, Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke. Also geht es bei einer Yoni-Massage um die Entspannung der Genitalregion? Nicht ganz. Bei einer Behandlung sollen Frauen sich selbst und ihre Weiblichkeit kennen- und lieben lernen. Deshalb steht an erster Stelle ein Vorgespräch mit einer Tantra-Lehrerin, die die Massage später durchführen soll. Mit einfachen Übungen aus den Bereichen Tanz, Meditation und Atemtechniken sollen Frauen zur Vorbereitung Kontakt zu ihrem eigenen Körper aufnehmen und zu sich selbst finden.

So läuft die Yoni-Massage ab

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All diese Vorbereitungen sind wichtig, um Vertrauen entstehen zu lassen – schließlich kennen die meisten Frauen sinnliche Berührungen im Intimbereich bis dahin nur vom Sex mit ihrem Partner. Genau hier liegt aber der Unterschied: Die Frau, die die Yoni-Massage genießt, soll sich ganz auf sich selbst konzentrieren. Alle Empfindungen sind erlaubt, ob nun Orgasmus oder nicht – und niemand stellt Erwartungen an sie. Absolut kein Stress also!

Eine Tantra-Massage dauert daher üblicherweise auch mehrere Stunden. Dabei legt sich die Frau auf eine bequeme Liege oder Matratze. Sie ist komplett nackt. In vielen Fällen entledigt sich auch die behandelnde Tantra-Expertin ihrer Kleidung, damit das Gefühl von Gleichheit entsteht, das jegliche Schamgefühle löst. Fühlen sich beide bereit, wird der gesamte Körper massiert. Die Scheide wird erst berührt, wenn der Körper entspannt und die Frau bereit für die intime Berührung ist. In kreisenden Bewegungen wird zuerst der äußere Schambereich, sprich Venuslippen und Klitoris massiert. Später, sofern sich die massierte Frau dafür bereit fühlt, dringt die Lehrerin mit den Fingern in sie ein und massiert Scheidenwände und den G-Punkt.

Gezielte Berührungen für den Lustgewinn

Das Ziel einer Yoni-Massage ist es nicht, einen regelrechten Orgasmusmarathon hinzulegen. Nach der Lehre des Tantra sollen vor allem blockierte Energien aktiviert werden und negative Energien gelöst werden. Es geht darum, die erogenen Zonen zu entdecken und die eigene Weiblichkeit lustvoll zu spüren. Frauen lernen kennen, wo und wie sie es mögen, berührt zu werden. Der Orgasmus, sofern er sich bei der Massierten einstellt, ist ein angenehmer Nebeneffekt, niemals jedoch ein Muss. Die Yoni-Massage soll vielmehr eine sinnliche und lustvolle Entspannung sein, die der Frau zeigt, wie viel Weiblichkeit in ihr steckt. Und wenn sie dann beim nächsten Sex mit ihrem Partner genau weiß, wie sie berührt werden möchte und was ihr gefällt, ist das doch auf jeden Fall ein Plus für beide.