Mein Körper

Weltverhütungstag: Offenheit schützt!

Sichere Verhütung ist eigentlich ganz einfach – wenn ihr offen damit umgeht. Daran erinnert auch der Weltverhütungstag.
Verhütungsmethoden: Ihr habt die Wahl

Klingt nicht sehr reizvoll, ist aber so: Vor dem ersten Sex – egal, ob in einer neuen Beziehung oder bei einem spontanen Abenteuer – solltest du klären, welche Verhütungsmethode für dich und deinen Partner die richtige ist. Davon auszugehen, dass einer von euch schon daran gedacht haben wird, kann nämlich ordentlich nach hinten losgehen. Der Weltverhütungstag widmet sich jedes Jahr am 26. September diesem Thema und erinnert auch daran, dass weltweit viele Menschen immer noch nicht die Möglichkeit haben, überhaupt zu verhüten.

Verhütungsmethoden: Pille, Kondom, Spirale – und sonst?

Auf die Antibabypille oder das Kondom verlassen sich in Deutschland die meisten Paare, wenn sie sicher verhüten wollen. Damit sind sie in der Regel gut beraten, denn wenn beide Verhütungsmethoden jeweils richtig angewendet werden, sind sie sehr sicher. Beruhigend zu wissen, ist für viele Frauen und Paare auch: Wenn die gewählte Verhütungsmethode doch einmal versagt oder eine Verhütungspanne passiert, kann die Pille Danach als Notfallverhütungsmittel den Eisprung verschieben und so eine unerwünschte Schwangerschaft oft noch verhindern.

Alles was du zur Pille Danach wissen musst

In vielen Teilen der Welt sind andere Verhütungsmethoden  deutlich verbreiteter: Wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des Weltverhütungstags 2016 ermittelt hat, wählt weltweit fast jede dritte Frau (30 Prozent) die Sterilisation. Diese Methode gilt zwar ebenfalls als sehr sicher, ist aber nur für Frauen geeignet, die endgültig entschieden haben, dass sie keine oder keine weiteren Kinder bekommen möchten. Das zweithäufigste Verhütungsmittel weltweit ist laut der DSW-Untersuchung die Spirale (21 Prozent), gefolgt von Pille (14 Prozent) und Kondom (4 Prozent).

Weltverhütungstag: Verhüten zu können, ist nicht für jeden selbstverständlich

Für welche Verhütungsmethode du und dein Partner euch entscheidet, hängt davon ab, in welcher Lebenssituation ihr euch befindet. Wichtig ist es, dass ihr euch wirklich über das Thema Verhütung Gedanken macht und einig werdet. Verhütung nicht anzusprechen, weil ihr Angst habt, der andere könnte etwas Falsches denken – etwa: "Nachher denkt sie noch, ich will sofort mit ihr ins Bett" oder: "Klingt das jetzt blöd, wenn ich sage, dass er ein Kondom benutzen soll?" – ist der falsche Weg. Macht euch lieber bewusst, wie vorteilhaft es ist, so eine große Auswahl an Verhütungsmethoden zu haben. Denn das kann nicht jeder auf der Welt von sich behaupten.

Das Ziel, die Themen Verhütung und Sexualaufklärung ins Bewusstsein zu rücken, hat auch der Weltverhütungstag. Er ist eine internationale Initiative verschiedener Organisationen und soll unter anderem darauf hinweisen, dass viele Menschen weltweit noch nicht die Möglichkeit haben, zu verhüten – weil sie nicht ausreichend aufgeklärt sind, keinen Zugang zu Verhütungsmitteln haben oder ihnen vom Partner untersagt wird, zu verhüten. Das ist vor allem für betroffene Frauen ein großes Problem. Eine gute Entwicklung: Laut DSW ist die Zahl der Frauen, die Zugang zu Verhütungsmitteln haben, in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen. Allerdings profitiert etwa ein Drittel aller Frauen noch nicht davon.