Weltverhütungstag 2017: 7 Fakten zu Kondom & Co, die nicht jeder kennt

Weltverhütungstag 2017: 7 Fakten zu Kondom & Co, die nicht jeder kennt

Passend zum Weltverhütungstag schauen wir uns spannende und skurrile Fakten zum Kondom und anderen Verhütungsmitteln genauer an. Sei gespannt!

Weltverhütungstag 2017: 7 Fakten zu Kondom & Co, die nicht jeder kennt

Zum Weltverhütungstag werden jährlich Fakten zu Kondom, Antibabypille und Co. vorgestellt. Das Ziel: Ein Bewusstsein für Verhütung und Sexualaufklärung schaffen. Die Infos wollen wir dir natürlich nicht vorenthalten und unterfüttern sie mit einigen überraschenden Umfrageergebnissen, die beweisen, wie wichtig Aufklärung nach wie vor ist!

1. In Deutschland wird Verhütung großgeschrieben

Fakt ist: Wer in Deutschland nicht schwanger werden möchte, muss es auch nicht. Denn der Zugang zu Verhütungsmitteln ist hier sehr gut. Sowohl die Antibabypille als auch das Kondom – die beiden am weitesten verbreiteten Verhütungsmittel hierzulande – schützen und sind leicht erhältlich. Und wenn etwas schief läuft, gibt's immer noch die Pille Danach rezeptfrei in der Apotheke.

2. In vielen Entwicklungsländern fehlen Verhütungsmittel

Alles zur Pille Danach

Doch weltweit betrachtet ist das längst kein Standard! Jährlich werden 74 Millionen Frauen in Entwicklungsländern ungewollt schwanger. Das liegt daran, dass mehr als 220 Millionen geschlechtsreife Frauen noch immer keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln haben. Insgesamt ist aber immerhin zu erkennen, dass es für Frauen einfacher geworden ist, zu entscheiden, ob sie schwanger werden wollen oder nicht. Im Jahr 1970 verhütete gerade mal ein Drittel aller Frauen. Heute sind es schon zwei Drittel.

Diese und weitere wichtige Fakten zum Weltverhütungstag stellt euch Inka auch auf dem YouTube-Channel von Bedside Stories vor:

3. Verhütung – leider immer noch Frauensache(?)

Zum Weltverhütungstag im Jahr 2017 sollte man meinen, dass das Thema Verhütung bei allen Geschlechtern angekommen sei. Doch offensichtlich scheinen die Männer immer noch zu glauben, dass es die Aufgabe der Frauen sei, sich um Empfängnisschutz zu bemühen.

42 Prozent der Männer haben schon mindestens einmal beim Sex nicht verhütet. Unter ihnen sind sogar 8 Prozent davon überzeugt, dass Verhütung definitiv ein Frauenthema sei, worum diese sich eigenständig kümmern sollten. Liebe Männer: Wenn ihr nicht einvernehmlich mit eurer Partnerin Nachwuchs zeugen wollt, dann seid verantwortungsbewusst und verhütet!

4. Studie zum Weltverhütungstag: Es besteht noch Informationsbedarf!

Der aktuelle Verhütungsreport TANCO (Think About Needs in Contraception) zeigt, dass auch Frauen in Sachen Verhütungsmitteln noch Informationsbedarf haben. Die Studie offenbart, dass sie bei Weitem noch nicht alle Methoden des Empfängnisschutzes kennen. Und dabei sind sie gewillt, Neues kennenzulernen. Offensichtlich nehmen sich die Ärzte zu wenig Zeit, ihre Patientinnen umfassend aufzuklären.

So könnten sich 60 Prozent aller verhütenden Frauen vorstellen, zu einer Langzeitmethode zu wechseln – unter der Voraussetzung, dass sie mehr Infos dazu hätten. Das Problem: Die Ärzte schätzen das Wissen ihrer Patientinnen zu hoch ein und glauben deshalb, dass sie keine Alternativen aufzeigen müssen. Erkennst du dich darin wieder? Dann scheue nicht davor zurück, deinen Gynäkologen um umfassende Aufklärung zu bitten und frage nach, wann immer Fragen entstehen.

5. Die Pille Danach ist keine Abtreibung

In einer österreichischen Umfrage der Seite "meinungsraum.at" wurde deutlich, dass nur die wenigsten Probanden über die Wirkung der Pille Danach Bescheid wissen. Zwei Drittel glauben demnach, dass sie wie ein Schwangerschaftsabbruch wirke, dabei verhindert sie, dass es überhaupt zu einer Befruchtung kommt, indem der Eisprung verschoben wird. Über die genaue Wirkung kannst du dich hier informieren.

Und auch zum Lieblings-Verhütungsmittel der Deutschen, dem Kondom, haben wir zum Schluss noch zwei kuriose Fakten für dich.

6. Harte Fakten: Kondome haben ein unglaubliches Fassungsvermögen!

Unglaublich: In Deutschland werden in jeder Minute rund 340 Kondome verbraucht. Ein reges Liebestreiben hierzulande! Und trotzdem gibt es immer noch einige Hater, die über die Lümmeltüte lästern. Sie würde ja so schnell platzen oder säße nicht richtig. Alles Quatsch!

Nach deutscher Industrienorm darf ein Kondom beispielsweise erst nach 18 Liter Füllmenge platzen – ganz schön belastbar, dieses Verhütungsmittel. Bedenke: Ein normaler Samenerguss umfasst zwei bis sechs Milliliter Ejakulat.

Was allerdings wirklich problematisch ist: Wenn das Kondom nicht richtig sitzt, ist die Sicherheit eingeschränkt, denn dann kann es während des Liebesspiels leichter zu Verhütungspannen kommen. Die Lösung: Das richtige Kondom finden, es gibt mittlerweile viele Varianten auf dem Markt. Tipps zum Überziehen und die häufigsten Fehler findest du hier.

7. Das Kondom hat seinen Ursprung in der Renaissance

Die Vorreiter der Kondome  haben eine lange Geschichte. In der Renaissance wurden vermehrt Schafsdärme oder Fischblasen als Präservativ genutzt. Männer zogen sie sich über das erigierte Glied und banden am Schaft ein kleines Bändchen drum, damit es an Ort und Stelle bleibt. Nicht ganz so "modern" war allerdings die Anwendung: Früher wurde diese Art von Kondom mehrmals verwendet. No Go!

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