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Verhütungspflaster: So funktioniert die Verhütung zum Aufkleben

Suchst du eine Alternative zur Pille, dann ist vielleicht das Verhütungspflaster eine Option für dich. Richtig angewendet ist es ungefähr genauso sicher.
Verhütungspflaster: So funktioniert die Verhütung zum Aufkleben

Es klingt so einfach: Ein Verhütungspflaster aufgeklebt, und schon ist sicherer Verkehr möglich. Und das, ohne wie bei der Pille täglich an die Einnahme denken zu müssen. Wie das Verhüten mit Pflaster funktioniert und für wen diese Methode besonders geeignet ist, erfährst du hier.

Über die Haut verhüten

Ein Verhütungspflaster enthält wie die Antibabypille künstliches Östrogen und Gestagen. Im Gegensatz zur Pille werden diese Hormone jedoch nicht über den Mund eingenommen, sondern über das Verhütungspflaster an die Haut abgegeben. So gelangen die Wirkstoffe schließlich in die Blutbahn. In der Kombination bewirken diese beiden Hormone zum einen, dass der Schleim im Gebärmutterhals sich verdickt, sodass die Spermien kaum durchkommen. Zum anderen wird der Eisprung wirksam aufgehalten. Ein Verhütungspflaster hat einen Pearl-Index von 0,72 bis 0,9 und bietet damit einen sicheren Schutz vor einer Schwangerschaft.

Verhüten mit Pflaster: So geht's

Alles was du zur Pille Danach wissen musst

Damit du dich mit einem Verhütungspflaster ausreichend schützen kannst, musst du es am ersten Tag deiner Periode wie ein normales Pflaster auf die Haut kleben. Das Pflaster bleibt nun für eine Woche an dieser Stelle kleben. Am achten Tag wird es ausgetauscht. Nachdem du die Hormonpflaster für drei Wochen benutzt hast, wird für sieben Tage pausiert. Dann kannst du einen neuen Pflasterzyklus beginnen. Achte darauf, das Pflaster während eines Zyklus immer auf dieselbe Körperregion zu kleben, zum Beispiel immer auf denselben Arm. Die genaue Stelle solltest du von Pflaster zu Pflaster aber immer wechseln, damit sich deine Haut an der Stelle, auf der das Verhütungspflaster vorher geklebt hat, erholen kann.

Das Verhütungspflaster: Vorteile und Nachteile

Im Gegensatz zur Pille muss das Verhütungspflaster nur einmal wöchentlich gewechselt werden. Dennoch wirkt es bei richtiger Anwendung etwa genauso sicher wie die Pille und ermöglicht dir ein spontanes Sexleben. Da es über die Haut aufgenommen wird, belastet es zudem weniger die Leber. Gerade für Frauen, die oft an Magen-Darm-Erkrankungen leiden, ist das Verhüten mit Pflaster eine geeignete Alternative zur Pille. Der Schutz ist nämlich auch nach Durchfall und Erbrechen noch wirksam.

Bei einem Körpergewicht von über 90 Kilogramm kann die Wirkung unter Umständen nachlassen. Aus diesem Grund raten Ärzte vom Verhüten mit Pflaster hier ab. Zudem kann es passieren, dass sich das Pflaster unbemerkt löst und so der Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet ist. Durch den hohen Hormonspiegel können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Schmerzen an der Brust auftreten. Du solltest auch bedenken, dass du beim Verhüten mit Pflaster nicht vor Geschlechtskrankheiten geschützt bist. Dafür musst du beim Sex zusätzlich Kondome verwenden. Wenn du überlegst, ob das Verhütungspflaster für dich das richtige Verhütungsmittel ist, kann dir dein Frauenarzt oder deine Frauenärztin weiterhelfen.