Verhütungspanne – Was tun, wenn es passiert ist?

Verhütungspanne – Was tun, wenn es passiert ist?

Pille vergessen, Kondom geplatzt oder im Eifer des Gefechts überhaupt nicht verhütet: Pannen passieren! Hier erfährst du, was die häufigsten Verhütungspannen sind, wie du dich davor schützen kannst – und was du tun kannst, wenn es doch passiert ist.

Gut zu wissen: Die Pille Danach kann dir nach einer Verhütungspanne Schutz vor einer ungewollte Schwangerschaft bieten – daher ist es am besten, du handelst schnell und besorgst dir die Pille Danach in der Apotheke. Ein Rezept ist nicht erforderlich.

Verhütungspanne – was tun? Schnell zur Apotheke!

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Es ist passiert – was nun? Eine Verhütungspanne ist ärgerlich, aber zum Glück gibt es schnelle Hilfe. Die Pille Danach ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Wenn du schnell handelst, kann dir die Pille Danach Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bieten. Also: Verliere keine Zeit und steuere sofort die nächste Apotheke an – hier wirst du ausführlich beraten.

Deine Apotheke hat schon geschlossen? Macht nichts – Notdienstapotheken sind immer erreichbar, hier kannst du dich auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten beraten lassen.
Und das erwartet dich in der Apotheke: Der Apotheker wird dich fragen, wann die Verhütungspanne stattfand, ob du chronische Krankheiten hast, andere Medikamente nimmst, oder gegen einen Wirkstoff der Pille Danach allergisch bist. Wenn alles passt, wird er dir die Pille Danach geben. Um dir schon vorab ein paar Gedanken zu den Fragen machen zu können, hilft dir diese kurze Checkliste.

Verhütungspannen: Die Top 5

  1. Anwendungsfehler beim Kondom
    Das gerissene Kondom zählt zu den Klassikern der Verhütungspannen. In vielen Fällen lässt sich das jedoch verhindern. Zum Beispiel mit der richtigen Aufbewahrung. Bei Raumtemperatur und so, dass das Kondom nicht gequetscht wird. Achte außerdem immer auf ein gültiges Haltbarkeitsdatum – und darauf, das Kondom richtig überzuziehen.
  2. Anwendungsfehler bei der Pille
    Pille vergessen oder Pille zu spät genommen – das passiert so leicht, ob im stressigen Alltag oder auf einer Reise. Allgemein gilt: Nimm die Pille nach, sobald du den Fehler bemerkt hast. Jetzt kommt es darauf an, was für eine Art von Pille du nimmst: Bei sogenannten Minipillen mit Levonorgestrel bleibst du geschützt, wenn du sie bis zu drei Stunden später einnimmst. Minipillen mit Desogestrel, die den Eisprung unterdrücken, können bis zu zwölf Stunden nachgenommen werden. Bei Kombinationspillen sind es ebenfalls zwölf Stunden. Ist die Zeit zum Nachnehmen deiner Pille überschritten, besteht die Gefahr, dass dein Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet ist. Lese auf jeden Fall gründlich die Packungsbeilage deiner Pille und frage im Zweifel bei deinem Frauenarzt oder in der Apotheke nach, was zu tun ist.
  3. Pille und andere Medikamente: Verhütungspanne Wechselwirkung
    Bestimmte Medikamente, zum Beispiel Antibiotika oder auch pflanzliche Mittel wie Johanniskraut, können die Wirkung deiner Antibabypille beeinträchtigen. Achtung: Das kann auch für andere hormonelle Verhütungsmittel, zum Beispiel die Hormonspirale und das Verhütungspflaster gelten! Lese auf jeden Fall gründlich die Packungsbeilage deiner Pille und frage im Zweifel bei deinem Frauenarzt oder in der Apotheke nach, was zu tun ist.
  4. Durchfall und Erbrechen nach Einnahme der Pille
    Du hast die Pille immer regelmäßig eingenommen, aber eine lästige Magen-Darm-Grippe sorgt für Durchfall und/oder Erbrechen: In solchen Fällen solltest du zusätzlich verhüten, denn es besteht das Risiko, dass die Wirkstoffe der Pille nicht richtig aufgenommen oder zu früh ausgeschieden werden und dann nicht richtig wirken. Zur Verhütungspanne kann das sogar im Nachhinein werden, denn Spermien sind nach dem Sex bis zu fünf Tage im Körper der Frau überlebens- und befruchtungsfähig. Der geschützte Sex von gestern kann auf diese Weise plötzlich zum ungeschützten Verkehr werden, wenn die Wirkung deiner Pille nachträglich beeinträchtigt wird. Lese auf jeden Fall gründlich die Packungsbeilage deiner Pille und frage im Zweifel bei deinem Frauenarzt oder in der Apotheke nach, was zu tun ist.
  5. Gar keine Verhütung oder Coitus Interruptus
    Schon klar: Der Coitus Interruptus ist nicht wirklich eine Verhütungsmethode, sondern eher bei den Verhütungspannen einzuordnen. Das Rausziehen des Penis aus der Vagina vor dem Samenerguss bietet nur ungenügenden Schutz, da bereits der Lusttropfen Spermien enthalten kann. Gar nicht zu verhüten, ist keine gute Idee. Auch dann nicht, wenn sich der Mann vor dem Samenerguss zurückzieht.

Verhütungspanne? Pille Danach!

Die Pille Danach kann den Eisprung verschieben, wenn sie nach einer Verhütungspanne rechtzeitig eingenommen wird. Falls der Eisprung noch nicht stattgefunden hat, kann ihn die Pille Danach verschieben und damit verhindern, dass Spermien, die nach dem ungeschützten Sex in deinem Körper sind, auf eine befruchtungsfähige Eizelle treffen. Eine Befruchtung findet dann gar nicht erst statt. Die Pille Danach ist also keine Abtreibungspille – wenn der Eisprung bereits stattgefunden hat, kann die Pille Danach nicht mehr wirken. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du dich nach einer Verhütungspanne immer so schnell wie möglich zur Pille Danach beraten lässt.

Du hast noch Fragen zur Pille Danach? Wir haben die Antworten.

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