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Verhütungsmethoden: Jugendliche setzen auf Pille und Kondom

Dass Jugendliche bei den Verhütungsmethoden die Klassiker Pille und Kondom bevorzugen, zeigen die Ergebnisse der Dr.-Sommer-Studie 2016.
Verhütungsmethoden: Jugendliche setzen auf Pille und Kondom

Wenn es um Verhütungsmethoden geht, gehen die meisten Jugendlichen kein Risiko ein und greifen zu Pille oder Kondom. Das zeigt die Dr.-Sommer-Studie 2016, die die Zeitschrift "Bravo" jetzt veröffentlicht hat. Auch auf weitere Fragen rund um das Thema Sex bei Jugendlichen gibt die Studie Antworten.

Beliebte Verhütungsmethoden: Pille und Kondom

Längst nicht alle Jugendlichen haben ihr erstes Mal bis zum Alter von 17 Jahren schon erlebt, wie die Studie zeigt. Wenn doch, dann zeigen sich die Teenager allerdings recht verantwortungsbewusst: Statt die Verhütung dem Zufall zu überlassen oder unsichere Methoden zu wählen, sind Kondom und Pille bei den meisten Jugendlichen die Verhütungsmethoden der Wahl. Das Kondom, das neben einer ungewollten Schwangerschaft auch die Infektion mit sexuell übertragbaren Krankheiten verhindern kann, wird laut der Studie von 68 Prozent der Mädchen und 84 Prozent der Jungen genutzt. Auch die Pille erfreut sich großer Beliebtheit: 74 Prozent der befragten Mädchen nehmen sie, 32 Prozent der Jungen verlassen sich beim Geschlechtsverkehr auf ihre Partnerin und setzen auf die Pille. Viele von ihnen wissen sicher: Mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 liegt die kombinierte Antibabypille bei der Sicherheit ziemlich weit vorn.

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Die Studie zeigt auch, was Jugendliche heutzutage sonst noch so alles bewegt. Mit dem Marktforschungstool "Youth Insight Panel" wurden insgesamt 2.492 Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren befragt. Und eines der Ergebnisse widerlegt deutlich das Vorurteil, dass Jugendliche immer früher sexuelle Erfahrungen machen: Von den befragten 16-Jährigen hatten nach eigenen Angaben nur 27 Prozent schon einmal Sex. Bei den 17-Jährigen sind es 47 Prozent. Die Dr.-Sommer-Studie zeigt zudem, dass sich Jugendliche über Themen wie Sexualität und Liebe gut informiert fühlen. Das belegte auch unlängst eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA).