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Starke Regelblutung: Ursachen und Tipps

Eine starke Regelblutung kann sehr unangenehm sein. Hier erfährst du, welche Ursachen dahinter stecken können und welche Tipps dagegen helfen.
Starke Regelblutung: Ursachen und Tipps

Eine starke Regelblutung muss nicht unbedingt ein Grund zur Sorge sein. Viele Frauen sind manchmal von Menstruationsstörungen betroffen, und die Stärke der Blutung kann variieren. Es gibt jedoch viele verschiedene Ursachen für eine länger andauernde oder besonders starke Regelblutung. Mit einigen Tipps lassen sich die Symptome beheben – ein Arztbesuch ist aber oft ratsam.

Wann ist die Menstruation zu stark?

Wenn eine Frau unter ungewöhnlich starken Blutungen während der Menstruation leidet, wird dieses Phänomen als Hypermenorrhoe bezeichnet. Normalerweise beträgt der Blutverlust während der Periode etwa 40 Milliliter. Frauen mit Hypermenorrhoe verlieren mehr als 150 Milliliter Blut während der Monatsblutung, und die Menstruation dauert bei ihnen oft auch länger. Wenn die starke Blutung länger als sieben Tage dauert, ist von einer Menorrhagie die Rede. Verlängerte und starke Regelblutungen treten häufig gemeinsam auf. Frauen, die darunter leiden, sind oft müde, abgeschlagen und leiden unter Kreislaufproblemen. Die Ursachen für Hypermenorrhoe und Menorrhagie sind in der Regel dieselben.

Starke Regelblutung: Organische Ursachen

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In vielen Fällen liegen einer starken Regelblutung organische Ursachen zugrunde. Ein Grund können Myome in der Gebärmutter sein. So werden gutartige Geschwulste in der Muskelschicht des Uterus genannt. Sie behindern die Muskulatur während der Periode beim Zusammenziehen. Die Folge ist eine starke Regelblutung. Weitere mögliche Ursachen sind Polypen oder Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus, die sogenannte Endometriose. Sie ist grundsätzlich nicht gefährlich, aber gerade deswegen wissen viele Mädchen und Frauen gar nicht, dass sie von Endometriose betroffen sind.

Sind die Hormone aus dem Gleichgewicht?

Eine starke Regelblutung kann aber auch hormonelle Ursachen haben. So hat ein Mangel des Hormons Gestagen Einfluss auf die Gebärmutter und kann damit starke Blutungen verursachen. Bei einigen Frauen löst auch die Verwendung der Spirale eine starke und verlängerte Regelblutung aus. Ob eine organische oder hormonelle Ursache für deine starke Regelblutung vorliegt, kannst du bei deinem Frauenarzt abklären lassen. Eine solche Untersuchung ist ratsam, um mögliche Erkrankungen auszuschließen.

Verschiedene Möglichkeiten der Behandlung

Je nachdem, welche Ursachen deiner starken Monatsblutung zugrunde liegen, sieht auch die Behandlung aus. Myome sind in der Regel harmlos. Trotzdem kann der Arzt entscheiden, dass sie entfernt werden müssen, wenn du zum Beispiel starke Unterleibsschmerzen während deiner Periode hast. Bei einer hormonellen Störung kann die Einnahme der Antibabypille im Langzeitmodus Erfolge erzielen. Das Einsetzen einer Hormonspirale ist eine Alternative dazu. Dein Frauenarzt kann dich bei der Wahl der richtigen Methode beraten und dir Tipps geben – und natürlich solltest du anschließend regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen.

Tipps bei starker Menstruation

Eine organische Ursache für deine starke Regelblutung hat der Arzt ausgeschlossen? Dann kannst du mit diesen Tipps selbst etwas dafür tun, um dein Wohlbefinden während der Menstruation positiv zu beeinflussen. Dazu gehören Entspannung, Bewegung und die richtige Ernährung. Da durch die Blutung Eisen verloren geht, solltest du bei eisenhaltigen Lebensmitteln wie Rote Bete, Blattgemüse und Hülsenfrüchten zugreifen, gern in Kombination mit Vitamin-C-reicher Kost.

Auch Magnesium kann sich positiv auf die Symptome der Menstruation auswirken und unter anderem die Muskulatur entspannen. Außer in Magnesiumpräparaten findest du das lebenswichtige Mineral zum Beispiel in Nüssen, Haferflocken und Avocados. Weitere Tipps: Kalte Kompressen auf dem Unterbauch können dir dabei helfen, die Blutung zu mindern, da die Kälte die Gefäße verengt. Auch Hausmitteln wie Apfelessig, Zimt und Koriandersamen wird ein positiver Einfluss auf die starke Regelblutung nachgesagt.