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Spirale und Co.: Für wen ist Langzeitverhütung geeignet?

Langzeitverhütung mit der Spirale hat den Vorteil, dass du nicht täglich an Verhütung denken musst. Sie muss aber regelmäßig beim Arzt kontrolliert werden.
Spirale und Co.: Für wen ist Langzeitverhütung geeignet?

Es gibt einige Methoden der Langzeitverhütung, die als sehr sicher gelten – zum Beispiel die Spirale und das Verhütungsschirmchen. Sie sind bei jüngeren Frauen weniger verbreitet als zum Beispiel die Pille. Geeignet sind sie aber grundsätzlich für jede Frau.

Langzeitverhütung – auch für junge Frauen

Wenn du mit deinem Partner schon länger zusammen bist, ihr beide gesund seid und nicht jedes Mal vor dem Sex an Verhütung denken möchtet, habt ihr eure restlichen Kondome vielleicht schon längst in irgendeiner dunklen Schublade verstaut und du verhütest mit der Pille. Wenn du sie regelmäßig einnimmst, ist sie eines der sichersten Verhütungsmittel. Eine Alternative dazu kann Langzeitverhütung mit einer Spirale sein. Der Vorteil: Eine Spirale wird einmal eingesetzt und wirkt dann für lange Zeit, ohne dass du ständig an Verhütung denken musst. Wenn du zum Beispiel noch mitten im Studium oder in der Ausbildung steckst und dir sicher bist, dass du auf absehbare Zeit auf keinen Fall schwanger werden möchtest, kann sie für dich möglicherweise eine geeignete Verhütungsmethode sein.

Alles was du zur Pille Danach wissen musst

Viele jüngere Frauen denken, dass die Spirale nur etwas für Frauen ist, die schon Kinder bekommen haben – das stimmt so aber nicht. Frauen, die noch nie schwanger waren, haben zwar meist eine kleinere Gebärmutter als Frauen, die Kinder haben. Da es Spiralen aber in verschiedenen Größen gibt, ist die Langzeitverhütung auch für junge Frauen möglich. Am besten lässt du dich bei deinem Frauenarzt dazu beraten.

So funktioniert die Spirale

Es gibt zwei verschiedene Arten der Spirale: Die Kupferspirale und die Hormonspirale. Beide funktionieren auf ähnliche Weise: Sie werden in die Gebärmutter eingesetzt und beeinflussen den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut – die Kupferspirale gibt dazu Kupferionen ab, die Hormonspirale das Hormon Levonorgestrel. So wird verhindert, dass sich die Gebärmutterschleimhaut so weit aufbaut, dass sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Nach einer Verhütungspanne kann die Spirale so auch noch als Notfallverhütung zum Einsatz kommen, wenn es für die Pille Danach schon zu spät sein sollte – mehr dazu erfährst du hier. Die Hormonspirale beeinflusst außerdem die Eireifung und erschwert den Eisprung.

Das Verhütungsschirmchen ist eine Form der Hormonspirale und gilt als besonders geeignet für jüngere Frauen, da es besonders klein ist und mit einer geringeren Hormondosis auskommt. Genau wie die anderen Formen der Spirale muss es vom Frauenarzt eingesetzt und alle sechs Monate auf seinen richtigen Sitz kontrolliert werden. Nach spätestens fünf Jahren beziehungsweise beim Verhütungsschirmchen nach drei Jahren muss die Spirale ausgetauscht werden.

Wie sicher sind Spirale und Verhütungsschirmchen?

Kupferspirale, Hormonspirale und Verhütungsschirmchen gelten allgemein als sichere Verhütungsmethoden mit niedrigem Pearl-Index zwischen 0,16 und 0,8. Der Pearl-Index gibt an, wie viele von 100 Frauen, die eine bestimmte Verhütungsmethode anwenden, trotzdem schwanger werden. In puncto Sicherheit ist die Langzeitverhütung mit Spirale daher etwa auf einem ähnlichen Niveau wie die Pille – ohne, dass du täglich an Verhütung denken musst. Die Spirale kann dafür aber einige andere Nachteile haben – zum einen kann ihre Wirkung nachlassen, wenn du vergisst, sie regelmäßig alle sechs Monate vom Arzt kontrollieren zu lassen.  Sie kann außerdem dazu führen, dass sich deine Regelblutung verstärkt oder du stärkere Regelschmerzen bekommst. Sollte das der Fall sein, solltest du sie ebenfalls beim Arzt auf den richtigen Sitz kontrollieren lassen.