Mein Körper

Schützt die Pille wirklich vor Gebärmutterkrebs?

Eine aktuelle Studie poliert das Image der Pille auf: Die im Verhütungsmittel enthaltenen Hormone können langfristig vor Gebärmutterkrebs schützen.
Schützt die Pille wirklich vor Gebärmutterkrebs?

Gute Nachrichten für alle Frauen, die die Pille nehmen: Forscher konnten nachweisen, dass die darin enthaltenen Hormone vor Gebärmutterkrebs schützen können – und das sogar noch viele Jahre nach der tatsächlichen Einnahme.

Die Antibaby-Pille gilt als das beliebteste Verhütungsmittel, ist aber nicht völlig frei von Nachteilen: Einige Frauen fürchten mögliche Nebenwirkungen wie ein erhöhtes Risiko einer Thrombose oder Gewichtszunahme und stehen dem hormonellen Verhütungsmittel deshalb kritisch gegenüber. Eine britische Studie könnte das Image der Pille nun aufpolieren. Wissenschaftler berichten im medizinischen Fachblatt "Lancet Oncology", dass langfristige Anwenderinnen der Pille ein niedrigeres Risiko haben, an Gebärmutterkrebs zu erkranken. Um zu diesem Schluss zu kommen, werteten die Studienautoren Daten aus insgesamt 36 Langzeitstudien aus verschiedenen Industrienationen in Europa, Südafrika, Nordamerika, Australien und Asien aus. Untersucht wurden die Daten von rund 27.000 Frauen, die an Gebärmutterkrebs erkrankt waren, und etwa 115.000 gesunden Frauen.

Alles was du zur Pille Danach wissen musst

Die Studienergebnisse verheißen: Je länger die Einnahme des östrogenhaltigen Präparats erfolgt, desto stärker sinkt das Erkrankungsrisiko. Verhüten Frauen beispielsweise zehn Jahre mit der Pille, soll sich das Gebärmutterkrebs-Risiko im Vergleich zu Frauen, die andere Verhütungsmittel nutzen, fast halbieren. Besonders interessant: Die schützende Wirkung kann, wenn die Pille bereits in den Zwanzigern eingenommen wird, mehr als drei Jahrzehnte nach der Einnahme anhalten.