Schmerzende Brüste: Mögliche Ursachen und Mittel

Schmerzende Brüste: Mögliche Ursachen und Mittel

Sie ziehen und spannen: Schmerzende Brüste sind vielen Damen bekannt. Welche Ursachen dahinter stecken und welche Mittel Linderung verschaffen.

Schmerzende Brüste: Mögliche Ursachen und Mittel

Schmerzende Brüste haben meist ganz harmlose Ursachen – leidig sind sie trotzdem. Glücklicherweise kann man das unangenehme Gefühl häufig loswerden, wenn erst einmal klar ist, warum es entsteht.

Der Monatszyklus als Ursache für schmerzende Brüste

Deine Brüste schmerzen Monat für Monat kurz bevor du deine Menstruation bekommst? Damit bist du nicht alleine. Ursache dafür sind oftmals hormonelle Veränderungen während deines Zyklus. Hierbei kann es mitunter zu vermehrten Wassereinlagerungen (Ödemen) im Körper kommen, unter anderem auch in der Brust. Der Busen wächst ein wenig – für viele Damen eine willkommene Veränderung. Wäre da nur nicht der mit dem hormonellen Push-up einhergehende Schmerz. Der medizinische Fachbegriff für das zyklusbedingte Leid lautet übrigens Mastodynie. Klingt gruselig, ist aber überhaupt nicht schlimm, sondern eine ganz normale Begleiterscheinung des prämenstruellen Syndroms (PMS). Fünf erprobte Mittel, die gegen PMS helfen, haben wir in diesem Beitrag vorgestellt.

Mastalgie: Schmerzende Brüste unabhängig von der Periode

Alles zur Pille Danach

Wenn deine Brüste unabhängig von deinem Zyklus weh tun, dann ist in der Medizin von einer Mastalgie die Rede, die auch Männer betreffen kann. Ihr liegen häufig Rippen-, Herz- oder Wirbelsäulenerkrankungen zugrunde.

Mastopathie: Gutartige Knoten oder Zysten als Ursache für schmerzende Brüste

Als weitere Ursache für schmerzende Brüste kommt die sogenannte Mastopathie infrage. Hierbei kommt es zu einer gutartigen Veränderung des Drüsengewebes der Brust, beispielsweise in Form von Zysten oder Knoten. Warum? Weil der Körper zu viele weibliche Hormone, Östrogene, produziert bei gleichzeitigem Mangel an Progesteron, wie der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) erklärt. Wenn Frauen einen Knoten in den Brüsten ertasten, ist das zunächst erschreckend, doch im Falle einer Mastopathie unbedenklich.

Abhilfe gegen das Ziehen oder Spannen verschaffen beispielsweise gestagenhaltige Gels oder Tabletten. Außerdem gibt es homöopathische Mittel, die die körpereigene Gestagenproduktion ankurbeln sollen. Sprich am besten mit deinem Frauenarzt über die verschiedenen Möglichkeiten.

Pille, falscher BH & Co.: Weitere Gründe für Schmerzen im Busen

Darüber hinaus kommen viele andere Gründe für das unangenehme Schweregefühl, Spannen oder Ziehen im Busen infrage.

  • Gewichtszunahme: Du hast einige Kilos zugenommen, die sich unter anderem in den Brüsten eingelagert haben. Das zusätzliche Gewicht auf den Busen kann unter Umständen zu Schmerzen führen.
  • Rückenschmerzen: Manchmal strahlen Rückenschmerzen bis in die Brust aus, sodass auch diese weh tut.
  • Pille: Eine Nebenwirkung der Pille oder anderer hormoneller Verhütungsmittel können Brustschmerzen sein.
  • Schlecht sitzender BH: Zu eng, zu weit, zu unbequem – sitzt der BH falsch, drückt er unter Umständen auf die Brust und verursacht auf Dauer Schmerzen.
  • Stress: Wenn du gestresst bist, wird das Hormon Prolaktin vermehrt ausgeschüttet, wodurch unter anderem die Brüste anschwellen und schmerzen können.

Auch hier gilt: Bist du unsicher, woher die Symptome rühren, lass dich bei deinem Arzt untersuchen.

Mittel gegen schmerzende Brüste: Mönchspfeffer, Sport-BH & Co.

Je besser du deinen Körper kennst, desto besser kannst du Beschwerden einschätzen. Daher ein grundsätzlicher Tipp: Gewöhne dir an, deine Brüste regelmäßig abzutasten, um dich mit den Veränderungen deines Körpers vertraut zu machen. Falls du unsicher bist, kann dich auch hierzu dein Gynäkologe beraten.

Manchmal reicht es aus, wenn du auf einengende Push-ups verzichtest und stattdessen deinen Busen in bequeme Sport-BHS bettest. Die Büstenhalter sollten vor allem eines: guten Halt bieten.

Bei angeschwollenen Brüsten helfen zudem leichte Massagen mit wohltuenden Duftölen oder Quarkwickel. Letztere wirken nicht nur abschwellend, sondern auch kühlend – ein angenehmer Nebeneffekt im Sommer.

Hast du schon einmal von Mönchspfeffer gehört? Das natürliche Heilmittel kann zur Regulierung des Hormonhaushaltes beitragen und damit auch Schmerzen in den Brüste lindern. Die Wirkstoffe der Pflanze beeinflussen nämlich die Freisetzung des Botenstoffes Dopamin. Der normalisiert wiederum die Ausschüttung des Hormons Prolaktin und das kommt deinen Brüsten zugute. Außerdem können Gels mit natürlichem Progesteron helfen, um den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dein Frauenarzt oder ein Spezialist für Naturheilkunde unterstützten dich bei der Suche nach geeigneten Mittel gegen Brustschmerzen.

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