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Pille, Johanniskraut und Co.: Mögliche Wechselwirkungen

Sie ist eine der sichersten Verhütungsmittel: die Pille. Gemeinsam mit Johanniskraut eingenommen, können Wechselwirkungen den Schutz jedoch mindern.
Pille, Johanniskraut und Co.: Mögliche Wechselwirkungen

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten können die Sicherheit der Pille herabsetzen. Viele wissen zum Beispiel: Wer ein Antibiotikum nimmt, sollte neben der Pille zusätzlich verhüten. Aber auch bei Johanniskraut und der Pille wurden Wechselwirkungen festgestellt, die du kennen solltest.

Safety first: Johanniskraut + Pille = No Go!

Die Pille gilt als eines der sichersten Verhütungsmittel – aber nur, wenn sie richtig angewendet wird. Das bedeutet nicht nur, dass du sie regelmäßig einnehmen musst, sondern auch, dass du verschiedene Wechselwirkungen im Blick hast. Ein Blick in die Packungsbeilage gibt dir Sicherheit. Ist die Wirksamkeit der Pille möglicherweise beeinträchtigt, dann sollte zusätzlich verhütet werden, um einer Schwangerschaft vorzubeugen – mit einem Kondom beispielsweise. Die Pille kann auch durch die kombinierte Einnahme von Johanniskraut an Wirkung einbüßen.

Wechselwirkungen: Woran liegt das?

Alles was du zur Pille Danach wissen musst

Dass Johanniskraut die Wirkung der Pille beeinflusst, liegt daran, dass die Heilpflanze die Wirkstoffe regelrecht aus dem Körper ausschwemmt. Sie aktiviert Enzymsysteme in Leber und Darm, über die viele Stoffe abgebaut werden – unter anderem auch der Wirkstoff der Pille und der Pille Danach. Die Dosierung des Verhütungsmittels wird so herabgesetzt. Willst du auf Nummer sicher gehen, solltest du also auf die Kombination beider Präparate verzichten oder eben zusätzlich verhüten.

Wichtig: Wenn es zu einer Verhütungspanne gekommen ist, kannst du die Pille Danach anwenden, auch wenn du Johanniskraut nimmst. In diesem Fall ist es aber umso wichtiger, die Notfallverhütung so schnell wie möglich einzunehmen, um die verbleibende Wirkung möglichst gut auszunutzen. Wenn du dir die Pille Danach aus der Apotheke holst, solltest du darauf hinweisen, welche Medikamente du parallel dazu einnimmst. So kann dich der Apotheker optimal beraten.

Wofür wird Johanniskraut angewendet?

Bleibt nur die Frage, wozu Johanniskraut überhaupt eingesetzt wird. Hauptsächlich wird ihm eine stimmungsaufheiternde Wirkung nachgesagt – weshalb Ärzte und Heilpraktiker es vor allem bei Depressionen empfehlen. Aber auch Angstzustände und nervöse Unruhe sollen durch die Wirkstoffe gelindert werden.

Johanniskrautöl, auch Rotöl genannt, hilft hingegen bei Hautbeschwerden. Es hat entzündungshemmende Eigenschaften und beruhigt trockene, schuppige Haut – weshalb es auch bei Patienten mit Neurodermitis sehr beliebt ist.