NFP-Verhütung: 5 Dinge, die du über natürliche Verhütung wissen solltest

NFP-Verhütung: 5 Dinge, die du über natürliche Verhütung wissen solltest

Du hast keine Lust auf Hormone und willst es mit NFP-Verhütung versuchen? Hier erfährst du, was du in Hinsicht auf natürliche Verhütung beachten musst.

NFP-Verhütung: 5 Dinge, die du über natürliche Verhütung wissen solltest

1. NFP-Verhütung mit Coitus interruptus ist riskant

Gleich zu Anfang ein paar Fakten zur simpelsten, zugleich aber auch unsichersten Methode der NFP-Verhütung: der Coitus interruptus, zu Deutsch "unterbrochener Geschlechtsverkehr". Dabei muss dein Partner rechtzeitig vor seinem Orgasmus seinen Penis aus der Scheide ziehen. Gleich aus mehreren Gründen sind hierbei Verhütungspannen vorprogrammiert:

  • Wenn ihr gerade so richtig in Fahrt seid, sind die guten Vorsätze zum "Aufpassen" schnell hinfällig.
  • Selbst wenn es mit dem "Rückzieher" vorm Orgasmus klappt: Die Lusttropfen, kleine Mengen einer Spermien-enthaltenden Flüssigkeit, die vor dem eigentlichen Samenerguss unbemerkt aus dem Penis tröpfeln, können ebenfalls schwanger machen.

2. Die natürliche Verhütung mit der Kalendermethode ist wenig sicher

Die Kalendermethode wird auch Knaus-Ogino-Methode genannt und ist ebenfalls relativ einfach, aber nicht sehr sicher. Der sogenannte Pearl-Index, der beschreibt, wie viele von 100 Frauen im Durchschnitt bei einer Verhütungsmethode schwanger werden, liegt bei 9. Zum Vergleich: Der Pearl-Index der Pille liegt zwischen 0,1 und 0,9. Daher eignet sich die NFP-Verhütung mit der Kalendermethode höchstens für Frauen, die einen sehr regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen haben.

Alles zur Pille Danach

Demzufolge findet zwischen dem 12. und 18. Tag nach Beginn der letzten Monatsblutung der Eisprung statt und du bist um diesen Zeitpunkt herum fruchtbar. In dieser Phase solltet ihr mit zusätzlichen Verhütungsmitteln eine Schwangerschaft verhindern. Allerdings schwankt der Zyklus bei den meisten Frauen und dauert mal länger und mal kürzer. In diesem Fall kann die Berechnung ungenau werden und dann ist die Kalendermethode nicht mehr sicher. Übrigens: Im umgekehrten Fall, dass du schwanger werden willst, kann die natürliche Verhütung gute Dienste leisten, um deine fruchtbaren Tage abzuschätzen.

3. Die Temperaturmethode zur Verhütung braucht viel Disziplin

Die Temperaturmethode ist als natürliche Verhütung recht zuverlässig (Pearl-Index 0,5 bis 3), sofern du sie diszipliniert befolgst. Jeden Morgen, gleich nach dem Aufwachen, misst du dabei deine Temperatur und trägst den Wert in eine Tabelle ein. Mit der Zeit entsteht so eine Temperaturkurve, an der du ablesen kannst, wann deine Temperatur um 0,4 bis 0,6 Grad Celsius steigt – das ist der Zeitpunkt, an der dein Eisprung stattfindet. Drei Tage später bis zum Beginn deiner nächsten Monatsblutung sind deine unfruchtbaren Tage. Davor und danach braucht ihr Kondome oder andere Verhütungsmittel. Die Gefahr bei dieser NFP-Verhütung ist, dass du manchmal aus anderen Gründen als dem Eisprung eine erhöhte Temperatur haben kannst. Das bringt die Messwerte durcheinander und die sicheren Tage lassen sich nicht mehr gut erkennen.

4. Natürliche Familienplanung geht auch mit Zervixschleim-Messungen

Jetzt wird es ein bisschen unappetitlich: Bei der Zervixschleim- oder Billings-Methode musst du für die natürliche Verhütung jeden Tag dein Scheidensekret untersuchen. Ist es dünnflüssig und klar, hast du gerade deinen Eisprung, und ihr müsst zusätzlich verhüten. Ist es zäh und lässt sich zu einem Faden ziehen, bist du theoretisch sicher. Allerdings kann es auch durch Stress oder bakterielle Infektionen zu Veränderungen des Zervixschleims in der Scheide kommen. Richtig angewendet liegt der Pearl-Index hier bei 5.

5. Eine Kombinationen der Methoden ist am sichersten

Am besten kombinierst du die Methoden zur NFP-Verhütung miteinander. Dadurch mehren sich die Hinweise auf deine unfruchtbaren und fruchtbaren Tage und das Ergebnis wird genauer. Es gibt außerdem Verhütungscomputer, die dir helfen, die Messwerte zu notieren und auszuwerten.

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