Neid unter Frauen: Worauf wir bei anderen zuerst gucken

Neid unter Frauen: Worauf wir bei anderen zuerst gucken

Was hat sie, was ich nicht habe? Wenn Frauen sich körperlich mit anderen vergleichen, schauen sie auf ganz bestimmte Punkte. Eine Studie zeigt, welche das sind.

Neid unter Frauen: Worauf wir bei anderen zuerst gucken

Ist sie hübscher oder schlanker als ich? Neid unter Frauen entsteht leicht durch den Vergleich mit anderen. Aber worauf achten Frauen am Körper ihrer Geschlechtsgenossinnen besonders, wenn sie sie zum ersten Mal sehen? Forscher haben es herausgefunden.

Neid unter Frauen: Am ehesten durch Vergleich von Hüfte und Taille

Wenn Frauen den Körper anderer Frauen bewerten, schauen sie vor allem auf Taille und Hüfte, wie Wissenschaftler der britischen University of Lincoln in einer Studie im Fachmagazin "Psychological Research" beschreiben. Es folgten Kopf und Oberkörper und ganz zuletzt erst Arme und Beine. An der Studie nahmen 33 junge, gesunde Frauen teil, deren Blicke mittels einer Eye-Tracking-Technik aufgezeichnet wurden. Sie schauten sich Fotos von anderen Frauen an, die jeweils einmal in enger und einmal in weiter Kleidung abgebildet waren.

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Mit der Studie wollten die Forscher auch herausfinden, inwieweit die Kleidung dazu beiträgt, wie attraktiv der jeweilige Körper eingeschätzt wurde. Wenig überraschend: Bei enger Kleidung waren die betrachtenden Frauen da deutlich kritischer als beim legeren Look.

Zufrieden mit dem eigenen Körper: Wer braucht da den Vergleich?

Die Forscher erkannten darüber hinaus, dass die eigene Körper-Zufriedenheit einen großen Einfluss darauf hat, wie andere Frauenkörper wahrgenommen werden und ob dabei Neid unter Frauen entsteht. So schauten Teilnehmerinnen, die zum Beispiel ihre Taille total okay fanden, weniger auf die Taillen der abgebildeten Frauen. (Dass die Frauen, die mit ihrem Körper zufrieden waren, alle Size Zero hatten, ist übrigens nicht belegt.)

Und: Wer zum Beispiel eher kleine Brüste hatte, schaute auch bei den Frauen auf den Fotos nicht übermäßig lange auf diese Körperregion. Die Forscher beobachteten, dass diese "Egal"-Haltung vor allem auf Körperstellen zutrifft, an denen man selbst sowieso nicht viel ändern kann. Klingt nach einem schlauen Mechanismus der menschlichen Psyche – denn exzessive Vergleiche mit anderen stressen schließlich ganz schön und sind daher meist verschwendete Energie.

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