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Menstruationstasse statt Tampons – eine gute Alternative?

Tampons kennt wohl jeder – aber was ist eine Menstruationstasse? Und kann der kleine Becher aus Plastik wirklich Tampons ersetzen?
Menstruationstasse statt Tampons – eine gute Alternative?

Menstruationstasse oder Menstruationsbecher – hast du davon schon einmal gehört? Beide Begriffe beschreiben einen kleinen Becher aus Plastik, der während der Periode das Blut ganz diskret auffängt. Was sind die Vorteile gegenüber Tampons? Gibt es auch Nachteile? Hier findest du einige wichtige Infos rund um die Mondtasse.

Menstruationstasse: Was ist das eigentlich genau?

Eine Menstruationstasse ist ein glockenförmiger Behälter aus Latex, Silikon oder einem anderen Kunststoff. Er ist etwa so groß wie ein Tampon. Für die Anwendung wird der Becher nach Herstellerangaben zusammengefaltet und in die Scheide eingeführt. Dort fängt er das Menstruationsblut auf. Ist er voll, kannst du ihn leeren, ausspülen und erneut einsetzen. Der Behälter ist in verschiedenen Größen erhältlich, eignet sich also grundsätzlich für alle Frauen und Mädchen mit Monatsblutung. Richtig eingesetzt, spürst du den Becher in der Regel kaum.

Diese Vorteile hat der Becher gegenüber Tampons

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Eine Mondtasse füllt sich im Normalfall viel langsamer als ein Tampon sich vollsaugt – bis zu 12 Stunden kann der kleine Behälter im Körper bleiben. Außerdem ist er wiederverwertbar: Bei richtiger Reinigung und Pflege hält er nicht nur für einen Zyklus, sondern sogar jahrelang. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, es schont auch den Geldbeutel: Denn einen Menstruationsbecher bekommst du schon für 15 bis 30 Euro. Anders als Tampons trocknen die Becher die Scheide nicht aus. Das ist besonders gut, wenn du zu Infektionen oder Pilzen neigst.

Hat der Menstruationsbecher auch Nachteile?

Doch rundum perfekt ist die Mondtasse nicht – sie hat auch ein paar Nachteile: Nach jedem Entleeren solltest du die Menstruationstasse unter fließendem Wasser ausspülen. Auf öffentlichen Toiletten kann das ziemlich umständlich und vor allem unangenehm sein. Zusätzlich muss frau, je nach Herstellerangaben, die Tasse etwa alle zwei Tage etwas gründlicher reinigen – zum Beispiel mit kochendem Wasser und einem speziell vorgesehenen Reiniger.

Fachleute sind sich nicht ganz einig, ob die Menstruationstasse wirklich empfehlenswert ist. Während die einen keine Bedenken haben, befürchten andere ein erhöhtes Infektionsrisiko durch möglicherweise mangelnde Hygiene. Deshalb: Wenn du den Menstruationsbecher einmal ausprobieren möchtest, lass dich am besten von deinem Frauenarzt dazu beraten.