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Kondome und ihre Sicherheit: Die wichtigsten Infos

Wie viel Sicherheit bietet die Verhütung mit Kondom? Bei diesem Verhütungsmittel kommt es besonders auf die richtige Anwendung an.
Kondome und ihre Sicherheit: Die wichtigsten Infos

Das Kondom ist ein recht sicheres Verhütungsmittel. Wenn es richtig verwendet wird, schützt es sehr zuverlässig vor einer ungewollten Schwangerschaft. Zusätzlich bietet das Kondom Sicherheit, wenn ihr euch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen wollt. Die richtige Anwendung scheint aber oft das Problem zu sein, wenn es doch mal zu einer Panne bei der Verhütung mit Kondom kommt.

Verhütung mit Kondom: Vor allem bei neuen Partnern wichtig

Unter den zahlreichen Verhütungsmitteln, die es heute gibt, ist das Kondom immer noch das einzige, das zur Anwendung beim Mann bestimmt ist. Wie es funktioniert, weiß eigentlich jeder, der im Sexualkundeunterricht gut aufgepasst hat: Vor dem Sex wird das Kondom über den steifen Penis gerollt und verhindert so die Übertragung von Samenflüssigkeit – und eine mögliche Befruchtung der weiblichen Eizelle. Habt ihr einen neuen Partner oder eine neue Partnerin und wisst noch nicht, ob bei ihm oder ihr gesundheitlich alles in Ordnung ist, dann schützt euch das Kondom außerdem vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Sind Paare dann erst einmal länger zusammen, greifen sie häufig auf andere Verhütungsmethoden zurück, etwa auf die Pille.

Hoher Pearl-Index beim Kondom

Alles was du zur Pille Danach wissen musst

Wenn du wissen möchtest, wie viel Sicherheit ein bestimmtes Verhütungsmittel bietet, ist der Pearl-Index ein guter Anhaltspunkt. Er gibt an, wie viele von 100 Frauen, die eine bestimmte Methode zur Verhütung ein Jahr lang anwendeten, trotzdem schwanger wurden. Je niedriger diese Zahl ist, desto weniger Frauen wurden schwanger – und desto sicherer ist also das Verhütungsmittel. Für die kombinierte Antibabypille liegt der Pearl-Index zum Beispiel zwischen 0,1 und 0,9 – damit gilt die Pille als besonders sicher. Beim Kondom sieht es etwas anders aus: Der Pearl-Index liegt hier bei 2 bis 12.  Das ist im Vergleich zur Pille ganz schön viel – und erklärt sich vor allem dadurch, dass Kondome häufiger mal falsch angewendet werden, nicht richtig passen oder beim Sex reißen oder platzen, weil sie schon vorher beschädigt waren.

So bietet das Kondom euch Sicherheit

Wenn ihr ein paar einfache Grundregeln beachtet, ist das bei der Verhütung mit Kondom aber schon die halbe Miete. Die Sicherheit hängt unter anderem schon davon ab, wie ihr eure Kondome aufbewahrt. Am sichersten sind sie in einer stabilen Box – so kann die luftdichte Packung nicht aus Versehen einreißen und das Kondom so unbrauchbar werden. Schutz vor Hitze und Kälte ist ebenfalls ein Muss. Hier findet ihr ausführliche Tipps zur Aufbewahrung von Kondomen.

Bevor das Kondom zum Einsatz kommt, solltet ihr außerdem prüfen, ob die Größe passend ist – am besten schon beim Kauf. Wenn der schon länger her ist, lohnt auch ein Blick auf die Verpackung, um sicherzugehen, dass das Haltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen ist. Nun muss das Kondom nur noch richtig übergezogen werden – auch das ist mit etwas Übung ganz leicht. Mehr dazu lest ihr hier.

Kontakt mit Samenflüssigkeit vermeiden

Nach dem Sex befindet sich die Samenflüssigkeit idealerweise im Kondom – und da soll sie auch bleiben, damit nicht doch noch eine Panne bei der Verhütung passiert. Für größtmögliche Sicherheit muss der Penis möglichst sofort nach dem Samenerguss aus der Scheide herausgezogen und das Kondom entsorgt werden. Ist dabei Samenflüssigkeit an eure Hände gekommen, solltet ihr euch diese zur Sicherheit waschen, bevor ihr euch wieder zusammen ins Bett kuschelt – denn wenn dein Freund dich anschließend vielleicht noch mit der Hand verwöhnt, können sonst auch so noch Spermien in deinen Körper gelangen.