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Gynäkologische Untersuchung: Kein Grund, nervös zu sein!

Eine gynäkologische Untersuchung macht viele junge Frauen nervös. Aber keine Panik, alles ist halb so schlimm – und Zeit für Fragen zur Verhütung bleibt auch.
Gynäkologische Untersuchung: Kein Grund, nervös zu sein!

Eine gynäkologische Untersuchung kann aus verschiedenen Gründen notwendig sein – vielleicht möchtest du dir die Pille verschreiben lassen oder einfach zur jährlichen Krebsvorsorge gehen, vielleicht hast du auch Beschwerden. So oder so: Ein Besuch beim Frauenarzt muss dich nicht nervös machen. Hier liest du, wie die Untersuchung im Normalfall abläuft.

Wichtige Fragen vor der gynäkologischen Untersuchung

Dein Frauenarzt beginnt die gynäkologische Untersuchung meist mit einigen Fragen. Wenn du zum ersten Mal einen Termin bei ihm hast, wird er von dir wissen wollen, ob du schon einmal schwerwiegende Krankheiten hattest, oder ob es in deiner Familie Krankheitsfälle gab oder gibt – ein Beispiel ist hier Krebs. Auch, ob du Medikamente nimmst und wann deine erste Periode war, ist für ihn wichtig zu wissen. Zusätzlich fragt dein Frauenarzt dich bei jedem Besuch, wann deine letzte Menstruation war und ob diese grundsätzlich regelmäßig ist. Erzähl ihm außerdem, ob du aktuell Beschwerden hast – zum Beispiel Regelbeschwerden, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder auch ein Jucken in der Scheidenregion. Wenn du selbst Fragen hast, etwa zu verschiedenen Verhütungsmethoden, gibt dir die gynäkologische Untersuchung auch die Möglichkeit, diese zu stellen.

So untersucht dich der Frauenarzt

Alles was du zur Pille Danach wissen musst

Der gynäkologische Stuhl macht viele junge Frauen etwas nervös, wenn sie noch nie beim Frauenarzt waren. Du brauchst aber keine Angst haben: Die Untersuchung tut nicht weh und ist für deinen Arzt absoluter Alltag und völlig normal – dir muss also nichts peinlich oder unangenehm sein. Auf dem Stuhl kannst du ganz bequem sitzen, die Beine legst du auf die Stützen. Zuerst untersucht der Arzt von außen deine Scheide und den Scheideneingang. Dafür muss er die Schamlippen ein wenig spreizen.

Anschließend fährt er mit zwei Fingern vorsichtig in deine Scheide – das ist zwar vielleicht ein wenig unangenehm, aber mehr auch nicht. Seine andere Hand legt er auf deinen Bauch, so kann er deine Gebärmutter und deine Eierstöcke untersuchen.

Zusätzliche Untersuchungen bei Schmerzen

Wenn du akute Beschwerden hast, kann der Frauenarzt ihnen mithilfe von Ultraschall oder einem sogenannten Spekulum auf den Grund gehen. Für die Ultraschalluntersuchung fährt dir der Arzt mit einem kleinen Gerät über den Bauch, auf einem angeschlossenen Monitor kann er so deine Gebärmutter sehen. Verschiedene Unterleibsschmerzen lassen sich so gut untersuchen. Wenn der Arzt dagegen eine Infektion vermutet, führt er vorsichtig ein Spekulum in deine Scheide ein. Das ist ein kleines Röhrchen aus Metall, mit dem er den Bereich besser untersuchen kann. Das kann ein wenig drücken und unangenehm sein, wirklich schmerzhaft ist es aber nicht.

Krebsvorsorge: So untersucht der Gynäkologe deine Brust

Auch die Krebsvorsorge gehört beim Frauenarzt zur Untersuchung. Deshalb wird der Gynäkologe bei jedem Besuch deine Brust abtasten. So kann er erkennen, ob es Knötchen oder Verhärtungen gibt. Diese sind oft harmlos, manchmal aber auch ein Zeichen für ernsthafte Erkrankungen – daher ist auch die Krebsvorsorge an der Brust so wichtig. Für die Untersuchung musst du Oberteil und BH ausziehen. Nun tastet der Arzt deine Brüste und die Achselhöhlen vorsichtig ab. Nach wenigen Augenblicken hast du's auch schon wieder überstanden!

Gebärmutterhalskrebs: So funktioniert die Vorsorgeuntersuchung

Für Frauen, die 20 Jahre oder älter sind, kommt eine weitere gynäkologische Untersuchung dazu: Gebärmutterhalskrebs hat, wenn er früh erkannt wird, gute Heilungschancen. Etwa einmal im Jahr solltest du deshalb für diese Krebsvorsorge zum Frauenarzt. Keine Sorge, die Untersuchung geht ganz schnell: Der Gynäkologe entnimmt durch die Scheide einen Abstrich vom Gebärmutterhals. Diese Probe wird anschließend im Labor überprüft. Normalerweise bekommst du anschließend nur dann eine Nachricht, wenn die Probe auffällig war und du noch weiter untersucht werden musst. Hörst du nichts, ist alles in Ordnung – bis zur nächsten gynäkologischen Untersuchung hast du dann erst mal Ruhe.