1001 Frauenhintern: Projekt gegen Unzufriedenheit mit dem Körper

1001 Frauenhintern: Projekt gegen Unzufriedenheit mit dem Körper

Verspürst du eine Unzufriedenheit mit deinem Körper? Mit dem Fotoprojekt "1001fesses" wollen zwei Künstlerinnen ein Zeichen gegen Body Shaming setzen.

1001 Frauenhintern: Projekt gegen Unzufriedenheit mit dem Körper

Die Unzufriedenheit mit dem Körper ist ein klassisches Frauenthema. Cellulitis, Speckröllchen, Dehnungsstreifen – all diese vermeintlichen Schönheitsmakel werden vor dem Spiegel beklagt. Um Body Shaming endlich ein Ende zu setzen, haben sich zwei Künstlerinnen aus Kanada zusammengetan und ein Projekt gestartet, das Mut macht und einfach wundervoll ist. Sie zeigen 1001 Frauenhintern, unbearbeitet, natürlich und traumhaft schön!

Love diversity: Jeder Po ist schön

Der Frauenkörper wird in der Gesellschaft ständig sexualisiert. Ein Druck, der auf die Ladys weltweit wirkt. Das Resultat: Sie sind zunehmend mit ihrem Körper unzufrieden und hören auf, ihr Spiegelbild zu lieben und zu achten. Die kanadischen Künstlerinnen Emilie Mercier und Frédérique Marseille können sich das nicht weiter mit ansehen und wollen den Frauen die Augen öffnen. Die Message ist klar: Jede Frau ist einzigartig und auf ihre ganz eigene Weise schön und unvergleichlich.

1001 Frauenhintern natürlich und unretuschiert

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Und so entstand die Idee der Fotografinnen, die schon seit ihrer Kindheit Freundinnen sind. "Wir sahen beim Heranwachsen, wie sich unsere Körper veränderten, von einem kindlichen zu einem erwachsenen, jeweils auf ähnliche und trotzdem unterschiedliche Weise", so die Kanadierinnen in einem Video zu ihrer Kampagne "1001fesses" – französisch für 1001 Hintern.

"Der Po scheint der Teil des Körpers zu sein, mit dem Frauen am meisten unzufrieden sind. Warum, können wir bis heute nicht verstehen", so Emilie und Frédérique. Sie haben sich entschieden, aktiv zu werden, und begannen im Jahr 2014 Frauenpos zu fotografieren. Ganz natürlich, nicht sexualisiert und unretuschiert. Um möglichst vielen Frauen die Möglichkeit zu geben, ihren Allerwertesten ablichten zu lassen, gründeten sie eine Facebook-Seite, auf der sie ihre Tour-Daten sowie einige bereits geschossene Po-Porträts veröffentlichten.

Facebook streikt – doch das Projekt geht weiter

Kurz darauf starteten die Freundinnen eine Crowdfunding-Kampagne, mit der sie sich Reisen durch die Welt finanzieren wollen, um noch mehr Popos vor die Linse zu bekommen. Dann der Eklat: Facebook sperrte ihre Seite wegen "pornografischer Inhalte". Und das, obwohl sich Emilie und Frédérique genau dagegen einsetzen wollten. Abschrecken ließen sie sich aber nicht, sie waren sogar umso mehr motiviert, der Zensur des weiblichen Körpers entgegenzutreten.

Heute haben sie schon etliche Frauenpos fotografiert. Und die Künstlerinnen wünschen sich, noch mehr unterschiedliche Kehrseiten knipsen zu können. Doch das liegt nicht in ihrer Hand: Sie suchen sich keine Models aus, die Frauen kommen zu ihnen und entscheiden selbst über die Art der Inszenierung. So geht es nicht nur um den Hintern an sich, sondern auch um eine kleine Geschichte, die uns die Frauen über sich erzählen.

Willst auch du die Unzufriedenheit mit dem Körper überwinden? Dann stöbere durch den Instagram-Account oder die Webseite der Künstlerinnen und schau dir an, wie vielfältig Popos sein können – und lerne, deine Kehrseite so zu lieben, wie sie es verdient.

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