Imago-Therapie: Beziehungsprobleme gekonnt lösen

Wie ihr mit der Imago-Therapie eure Beziehungsprobleme lösen könnt

In deiner Partnerschaft kriselt es und du hast das Gefühl, dass ihr nur noch aneinander vorbeiredet? Die Imago-Therapie könnte eure Beziehung retten.

Wie ihr mit der Imago-Therapie eure Beziehungsprobleme lösen könnt

Die Imago-Therapie ist eine ganz klassische Paartherapiemethode. Sie wurde von Dr. Harville Hendrix und seiner Frau Helen Hunt entwickelt und umfasst intensive und angeleitete Beziehungsarbeit. Die Grundidee hinter dem Kommunikationsmodell ist schlicht und einfach – aber dennoch unglaublich effektiv, um Beziehungsprobleme zu lösen. Wir geben dir eine kleine Einführung.

Die Idee der Imago-Therapie

In den 1970er-Jahren wurde die Imago-Therapie entwickelt, um Paaren aus Krisen zu helfen. Dabei werden sie von einem Therapeuten intensiv betreut, um Strukturen in der Beziehung offenzulegen. In diesem Sinne können unsere Worte natürlich keinen Therapeuten ersetzen – dennoch hilft zuweilen schon etwas Inspiration, um ein Umdenken anzuregen.

Alles zur Pille Danach

Denn eigentlich ist es die eine grundlegende Erkenntnis, die unsere Verhaltensmuster in Beziehungen erklärt: Wir suchen uns unseren Partner nicht zufällig aus. Menschen sammeln in all ihren Beziehungen – zu den Eltern, Freunden, ersten Partnern – Erfahrungen. Der Umgang mit Konflikten, die Art, sich zu lieben und zu vertrauen – all das lernen wir von den Menschen, die uns in der Vergangenheit geprägt haben.

Und auf dieser Grundlage verlieben wir uns laut Imago-Therapie in bestimmte Menschen. Wir sehen in ihnen etwas, das wir kennen oder wonach wir uns sehnen. Doch dann folgt die Erkenntnis: In einer neuen Partnerschaft treffen auch wieder unterschiedliche Verhaltensweisen und Vorstellungen aufeinander, die möglicherweise nicht harmonieren. Und genau hier setzt die Imago-Therapie an: Sie will das große Ganze verstehen, die Gründe beleuchten, warum wir zuweilen nicht zueinanderfinden und ein liebevolles Miteinander ermöglichen.

Beziehungsprobleme Schritt für Schritt lösen

Das Ziel ist es also, Empathie für seinen Partner herzustellen. Warum reagiert er jetzt verletzt? Wieso stört ihn mein Verhalten? Verständnis aufzubringen, sei der Schritt zur Lösung von Beziehungsproblemen. Vorwürfe seien hingegen kontraproduktiv: Sie greifen das Problem nur an der Oberfläche und führen zu keiner Schlichtung.

Deshalb raten Therapeuten, sich den Partner in einem ersten Schritt als verwundetes Kind vorzustellen – mit all den Zurückweisungen und Enttäuschungen, die es in seinem bisherigen Leben gemacht hat. Dann geht es darum, dem Schatz liebevoll zu begegnen, aufmerksam zu sein und Komplimente zu machen. So wird auch eine herzliche Kommunikation wieder ermöglicht. Konfliktpunkte sollen fortan nicht mehr als Vorwürfe verpackt werden, sondern als Forderungen.

Kleines Beispiel: Geht dein Schatz mal wieder mit einem Freund aus und du bleibst frustriert allein zu Hause, presche nicht gleich bei seiner Rückkehr auf ihn zu, um ihm vorzuhalten, dass er ja immer nur Zeit mit anderen verbringt. Verpacke deine Verletztheit in einer Ich-Botschaft: "Ich bin sehr traurig, dass du weg warst und ich den Abend ohne dich verbringen musste. Ich fühle mich vernachlässigt. Schenkst du mir morgen mehr Aufmerksamkeit?". Auf diese Weise machst du dein Gefühlsleben erlebbar und dein Freund kann dich garantiert viel besser verstehen – und mit diesem Verständnis lassen sich Beziehungsprobleme langfristig lösen, egal, um welches Thema es auch geht.

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