Emotion

Gibt es Liebe auf den ersten Blick?

Liebe aus den ersten Blick ist eine unheimlich romantische Vorstellung. Doch gibt es sie wirklich? Hier erfährst du, was genau dahinter steckt.
Gibt es Liebe auf den ersten Blick?

Hat dich die Liebe auf den ersten Blick auch schon mal erwischt? Du siehst einen Typen nur an und bekommst unvermittelt weiche Knie und Herzklopfen. Wodurch wird dieser unmittelbare Gefühlsrausch ausgelöst? Und ist das wirklich Liebe, oder doch etwas anderes?

Auf einmal macht es Klick

Forscher sind sich einig und beantworten die Frage: "Gibt es Liebe auf den ersten Blick?" eindeutig mit "Ja". Fast die Hälfte aller Paare hat sich über diesen magischen Augenblick verliebt, sagt der Psychotherapeut Dr. Wolfgang Krüger in einem Bericht der "Apotheken-Umschau".  Das Objekt deiner Begierde muss aber nicht unbedingt jemand sein, den du erst gerade kennengelernt hast. Auch bei Arbeitskollegen oder einem Kumpel kann es in einem unerwarteten Moment Klick machen und alles ist auf einmal anders. Du fühlst geradezu, wie Glückshormone deinen Körper durchfluten und dich auf Wolke Sieben schleudern.

Gibt es Liebe auf den ersten Blick? Drei Sekunden reichen

Alles was du zur Pille Danach wissen musst

Doch wie kannst du so schnell wissen, dass du auf ihn stehst? Forscher an der Universität von Pennsylvania haben herausgefunden, dass schon die ersten drei Sekunden darüber entscheiden, ob sich zwei Menschen sympathisch sind oder nicht. Dabei sind rein äußerliche Faktoren wie die Attraktivität des Anderen entscheidend. Neben einem hübschen Gesicht ist auch eine angenehme Stimme ein Pluspunkt. Frauen stehen laut der Studie zudem besonders auf Männer, die sexuelle Erfahrung ausstrahlen. Auch große Männer fallen Frauen eher auf den ersten Blick positiv auf. Speeddating ist damit eine wirklich eine gute Möglichkeit, für dich zumindest optisch die Spreu vom Weizen zu trennen. Hier kannst du direkt für dich prüfen: "Gibt es Liebe auf den ersten Blick wirklich?"

Gefühlschaos! Das passiert in deinem Körper

Ist es dir tatsächlich passiert, hast du dich auf den ersten Blick verliebt, spielt dein Körper scheinbar verrückt. Du fragst dich vielleicht, was bloß los ist: Sonst bist du selbstbewusst und nicht auf den Mund gefallen, in der Gegenwart deines Schwarms wirst du aber plötzlich krebsrot und stammelst nur wirres Zeug – oder zumindest kommt dir das so vor. Aber woher kommt diese Veränderung? Schuld daran sind die Hormone Dopamin und Serotonin, die bei der ersten Verliebtheit und auch bei der Liebe auf den ersten Blick ausgeschüttet werden. Eine mögliche Folge: Auch die Fehler des Geliebten werden ausgeblendet, denn "Liebe macht blind".

Ist es die große Liebe?

Ob aus der Liebe auf den ersten Blick auch die große Liebe wird, ist nicht nur von Äußerlichkeiten abhängig. Menschen mit gemeinsamen Interessen fühlen sich oft ganz automatisch zueinander hingezogen. Und auch wenn das oberflächlich klingt: Auch, dass dein Schatz ähnlich attraktiv wie du ist, hat bei eurer Wahl füreinander eine Rolle gespielt. Wenn ihr gemeinsam lachen könnt und viele Dinge ähnlich seht, festigt das eure Beziehung. Wenn sich die erste Verliebtheit langsam legt, treten dann auch Dinge hervor, die ihr vorher ausgeblendet habt – das ist ganz normal. Auch wenn sich später vielleicht herausstellt, dass die Liebe auf den ersten Blick doch nicht für eine längere Beziehung ausgereicht hat: Kein Grund, ihr von vornherein keine Chance zu geben!

Liebe auf den ersten Blick: Oft einseitig

Was du dir jedoch klar machen musst, ist, dass Liebe auf den ersten Blick nicht unbedingt erwidert wird. Bei dir spielen die Hormone vielleicht verrückt, er sieht dem Ganzen aber vielleicht nüchterner entgegen. Nicht für jeden gibt es Liebe auf den ersten Blick. Das bedeutet nicht, dass ihr keine gemeinsame Zukunft haben könnt. Lass ihm Zeit, Gefühle zu entwickeln. Mit etwas Geduld kann doch noch ein Paar aus euch werden. Und falls er kein Interesse hat, ist das sein Verlust! Unerwiderte Liebe tut zwar zu Beginn sehr weh, du kommst aber schneller darüber hinweg, als du glaubst.