Catcalling: Mit Selfies gegen aufdringliche Typen

Catcalling: Instagrammerin wehrt sich mit Selfies gegen aufdringliche Typen

Wenn dir Männer auf der Straße hinterherrufen, ist das unangenehm. Eine Studentin wehrt sich kreativ gegen das sogenannte Catcalling.

Catcalling: Instagrammerin wehrt sich mit Selfies gegen aufdringliche Typen

Fremde Männer – einzeln oder in der Gruppe – pfeifen, rufen oder laufen dir auf offener Straße hinterher. Einige machen anzügliche Gesten, andere sogar direkte sexuelle Anspielungen. Viele Frauen kennen diese unangenehmen Situationen, wenn sie alleine unterwegs sind.

Im Englischen nennt man das "Catcalling". Doch diese Bezeichnung klingt fast zu verharmlosend für einen Vorgang, der in Wahrheit nichts anderes ist als Belästigung. Und dagegen solltest du dich zur Wehr setzen – so wie eine Studentin aus Amsterdam es mit einem Projekt auf Instagram getan hat.

Catcalling ist nervig und unangenehm

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Keine Frau fühlt sich geschmeichelt, wenn ihr fremde Kerle auf der Straße nachlaufen, hinterherpfeifen oder -rufen. Ganz im Gegenteil: So ein Verhalten ist respektlos, peinlich und für die Betroffenen äußerst unangenehm. Der Gang über die Straße wird für manche Mädels so zum regelrechten Spießrutenlauf. Denn Catcalling kommt überall auf der Welt leider viel zu häufig vor.

Die aufdringlichen Typen freundlich aufzufordern, ihre Belästigungen zu unterlassen, hat nicht immer Erfolg. Einige werden ausfallend, fühlen sich dadurch sogar noch angestachelt. Was bleibt uns sonst noch übrig? Die Männer ignorieren, keine Reaktion zeigen und ihnen ihr Verhalten durchgehen lassen? "No way", dachte sich Noa Jansma, eine Studentin aus den Niederlanden, und wehrte sich gegen Catcalling, indem sie begann, die Männer zu fotografieren.

Kreative Rache: Selfies mit den Belästigern

Die 20-Jährige rief den Instagram-Account "dearcatcallers" ins Leben. Dort postete sie einen Monat lang öffentlich Selfies zusammen mit den Männern, die sie anmachten, ihr hinterherpfiffen oder sogar zum Sex aufforderten. Wie sie das anstellte? Die Studentin aus Amsterdam fragte jeden der Möchtegern-Casanovas direkt, ob sie ein Foto mit ihm machen könne, verschwieg allerdings, für welchen Zweck. Nur wenn jemand nachfragte, verriet sie ihre Intention. Doch kaum einer wollte den Grund wissen, die meisten Männer posierten stolz für das Bild.

Noa Jansma sagte gegenüber der BBC, es gehe ihr nicht darum, die Belästiger an den Pranger zu stellen, sondern ein Statement gegen Catcalling zu setzen. Entdecke einer der Männer sein Foto bei Instagram und bitte sie, es zu entfernen, werde sie dem Wunsch nachkommen. Sie wolle den Catcallern einen Spiegel vorhalten: "Sie dringen auf der Straße vor allen Leuten in meine Privatsphäre ein, also komme ich in ihre Privatsphäre."

Instagram-Projekt gegen Catcalling soll weitergehen

Den ganzen September über hat Jansma ihre Selfies bei Instagram gepostet. Jetzt ist es an der Zeit, das Projekt an andere Frauen weiterzugeben. Mädchen überall auf der Welt sollen "dearcatcallers" übernehmen und ihre eigenen Selfies teilen, um zu zeigen, dass Catcalling ein internationales Problem ist.

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