Warum wir jemanden lieben, den wir nicht haben können

Warum wir jemanden lieben, den wir nicht haben können

Stellst du dir schon seit Langem die Frage, warum Menschen so oft jemanden lieben, den sie nicht haben können? Dann haben wir hier die Antwort für dich!

Warum wir jemanden lieben, den wir nicht haben können

Es heißt ja, dass Gefühle sich nicht lenken lassen. Aber offensichtlich lenken sie uns immer wieder in die Richtung von Menschen, die sich abweisend uns gegenüber verhalten oder mit denen wir nicht zusammen sein können. Da ist Herzschmerz vorprogrammiert. Aber warum verlieben sich viele Menschen in Personen, die sie nicht haben können? Wir haben da ein paar Erklärungsversuche ...

Eine Beziehung mit der Fantasie

Eine echte Beziehung zu führen, ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Mal schwebt man auf Wolke sieben, ein anderes Mal möchte man den Partner eigentlich am liebsten ans andere Ende der Welt wünschen. Die Gefühle wechseln innerhalb einer Partnerschaft, das Vertrauen und die innige Verbundenheit bleiben aber zumeist erhalten.

Alles zur Pille Danach

Es gibt jedoch Menschen, die nicht in dieses Beziehungssystem vertrauen oder es nicht kennen oder spüren wollen. Diese Personen, die das Wort Bindungsangst wohl nur zu gut kennen sollten, sind besonders anfällig dafür, sich in jemanden zu verlieben, den sie nicht haben können. Zum Beispiel, weil er vergeben ist. Oder ein Freigeist. Oder weil er sie schlichtweg nicht beachtet. Denn dann kommt eine Beziehung eben immer nur in der Fantasie zustande. Ohne Beziehungsprobleme. Wo alles so läuft, wie man es sich wünscht.

ABER: Die Fantasie bleibt eben Fantasie. Wenn du dich in der Beschreibung wiedererkennst und mit deiner Situation unzufrieden bist, mach dir deine Muster bewusst und überdenke sie. Vielleicht kann eine echte Beziehung ja doch viel schöner sein als das ständige Gefühl, stets an den Falschen zu geraten?!

Die Suche nach Herausforderungen

Eine andere Möglichkeit dafür, dass wir jemanden lieben, den wir nicht haben können, könnte unser Drang nach Veränderung und unser Bedürfnis nach Herausforderungen sein. Die Hamburger Psychotherapeutin Ursula Böhm verriet "Brigitte", dass es Frauen gibt, den den Kick brauchen, einen Mann erobern zu müssen. Außerdem seien oftmals auch mütterliche Gefühle vorhanden: Frauen erhoffen sich bei unerreichbaren Männern, ihnen auf den rechten Weg verhelfen zu können.  Solche Gedanken seien dann typisch:

  • "Er muss doch nur spüren, wie schön eine Beziehung sein kann."
  • "Sobald er merkt, wie schön es ist, wenn sich jemand sorgt, wird er seine Prinzipien infrage stellen und bei mir bleiben."

Und dann wäre da noch unser Gehirn

Tatsächlich kann aber auch unser Gehirn uns dazu veranlassen, uns immer wieder in jemanden zu verlieben, den wir nicht haben können. Eine Studie amerikanischer Wissenschaftlern rund um Dr. Helen Fisher aus dem Jahr 2010 ergab, dass Ablehnung und Zurückweisung die Hirn-Areale stimulieren, die auch für Motivation, Belohnung und Sucht zuständig sind. Das heißt: Die Sehnsucht nach einem tollen Partner und die wiederholte Zurückweisung kann Betroffenen gewissermaßen einen Kick geben, der sie nahezu süchtig macht.

So vielfältig die Erklärungen auch sind, eines steht fest: Wenn du mit deiner Situation unzufrieden bist, setze dich mit dir selbst und deinem Beuteschema auseinander, um Muster zu entlarven. Denn immerhin bist es du, die anderen Menschen den Einzug in dein Herz gewährt. Und es kann durchaus lohnenswert sein, nicht bloß den Unerreichbaren eine Chance zu geben.

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