Beuteschema: Beziehungsmuster erkennen und ändern

Beuteschema: Warum wir uns immer die gleichen Männer aussuchen

Folgst du einem Beuteschema, das immer wieder dazu führt, dass du an die falschen Männer gerätst? Dann mach dir deine Beziehungsmuster bewusst!

Beuteschema: Warum wir uns immer die gleichen Männer aussuchen

Ein Beuteschema kann ganz unterschiedliche Vorlieben zum Ausdruck bringen: Manche Frauen suchen sich immer wieder Männer aus, die ähnlich aussehen. Andere fühlen sich zu jemandem hingezogen, der ihnen eigentlich gar nicht gut tut. Die wichtigste Erkenntnis: Das alles ist kein Zufall, wie der Begriff "Beuteschema" schon durchklingen lässt. Wir suchen uns unsere Partner aus – und manche Beweggründe sind nicht gesund.

Die eigenen Muster entscheiden

Gerätst du ständig an die falschen Männer, die dich unglücklich machen? Oder hast du eine Freundin, der es so geht? Dann kann es helfen, die Augen zu öffnen und mal wirklich zu schauen, woran das liegt. In den meisten Fällen hat hier nämlich nicht der böse Zufall seine Finger im Spiel. Du bist es, die sich den Partner aussucht – mit all seinen Macken und Verhaltensmustern. Die Fehler bei dem (Ex-)Partner zu suchen, wird dich also vermutlich nicht voranbringen. Viel wichtiger ist es, deine Motive verstehen zu lernen, nach denen du dich verliebst.

Warum viele Frauen an den falschen Mann geraten

Grundlegend lässt sich sagen, dass unsere Partnerwahl das Ergebnis verschiedener Erfahrungen ist, die wir im Leben gesammelt haben. Aus ihnen haben sich Beziehungsmuster entwickelt, die tief in uns verankert sind. Die ersten Eindrücke haben wir schon in der Kindheit gesammelt. Wie sich unsere Eltern um uns gekümmert haben und wie sie auch unter sich zueinander standen, hat uns geprägt. Leider haben sich da nicht nur die positiven Erlebnisse eingebrannt, sondern auch die negativen.

So fällt beim Thema Beuteschema oftmals auf, dass Scheidungskinder etwa nach Beziehungen suchen, in denen sie viel Sicherheit bekommen, die sie in ihrer Vergangenheit vermisst haben. Damit befriedigen sie das Bedürfnis, das sie in ihrer Vergangenheit vermisst haben – keine schlechte Taktik.

Andere Frauen suchen etwa nach Männern, die ihren Vätern ähneln. Sie hatten zumeist ein sehr gutes Verhältnis zu dem Elternteil. Der Vater war gewissermaßen ihre erste Liebe, die sie auch im Erwachsenenalter noch prägt. Allzu groß sollte die Übereinstimmung mit dem Partner aber natürlich nicht sein. Niemand möchte eine Beziehung mit der Mini-Version des Vaters führen. Aber ein ähnlicher Beruf, Interessen oder eine ähnliche Statur können für Frauen mit großer Liebe für ihre Väter durchaus attraktiv wirken.

Wenn Nähe nicht zugelassen werden kann

Problematischer wird es jedoch, wenn Frauen etwas Negatives in ihrem Partner suchen, weil sie in ihrer Vergangenheit keine positiven Erfahrungen sammeln durften. Sie bleiben bei dem, was ihnen vertraut ist – selbst, wenn der Preis, den sie dafür zahlen, hoch ist.

Das sogenannte "falsche Beuteschema" findet man immer wieder bei Frauen, die sich wie magisch von Männern angezogen fühlen, die sie ablehnen oder sogar schlecht behandeln. Oftmals verbergen sich hinter dem Muster negative Erfahrungen, die in Kontakt mit einer wichtigen Person gesammelt wurden, zum Beispiel dem Vater oder dem langjährigen Exfreund. Wer wenig Aufmerksamkeit bekommen hat oder ständig abgewiesen wurde, gewöhnt sich mit fortlaufender Zeit an eine solche Behandlung. Daraus kann sich der Glaube entwickeln, dass sich die Liebe dort versteckt, wo sie schwer zu erreichen ist. Und schon ist es da, das Beuteschema, nach dem Frauen sich Männer suchen, die sie schlecht behandeln, weil es ihrer Überzeugung entspricht, um die Liebe kämpfen zu müssen. Doch das ist ein Trugschluss!

Beuteschema ändern und wirklich passende Männer finden

So vertraut das Drama auch ist, es gibt einen Weg, sich davon zu verabschieden und eine gesunde Beziehung zu führen, die deinen Bedürfnissen entspricht und die dich glücklich macht. Er ist oftmals zwar steinig und lang, aber es lohnt sich, ihn zu beschreiten. Mach dir bewusst, was in deinen vergangenen Beziehungen nicht rund lief. Eine Freundin kann dir möglicherweise helfen, deine Muster bei der Partnerwahl offenzulegen.

Der erste Schritt zur Besserung ist die Erkenntnis. Wenn du weißt, was dir in einer Beziehung nicht gut tut und was du künftig vermeiden willst, kannst du beim Dating genauer hinschauen und eine Beziehung bewusster eingehen. Und diese Achtsamkeit zahlt sich aus: Wissenschaftler der amerikanischen Emory University fanden heraus, dass Partnerschaften länger halten, wenn sich die Paare vorerst langsam annäherten und die ersten Treffen zum Kennenlernen und Sprechen nutzten.

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