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Sexmuffel: Millennials vergnügen sich lieber online

In Sachen Sexualität besteht heutzutage eine Offenheit wie nie zuvor. Dennoch entpuppen sich gerade Mittzwanziger häufig als Sexmuffel. Eine Studie zeigt es.
Sexmuffel: Millennials vergnügen sich lieber online

Sexuell aktiv zu sein – das sollte in der übersexualisierten Welt von heute mit ihren unzähligen Netzwerken und Dating-Apps eigentlich leichter sein als für frühere Generationen. Wer hätte da gedacht, dass sich gerade die Millennials als echte Sexmuffel herausstellen? Zumindest eine aktuelle Studie aus den USA legt das nahe. Was hinter dem Phänomen steckt, erfährst du hier.

Nach der Volljährigkeit sieht es bei den Millenials mau aus

Eine Studie der Florida Atlantic University zum Sexualverhalten erwachsener Amerikaner von 1973 bis 2014 bringt Überraschendes in Bezug auf die Millenials zutage. So wird die aktuelle Generation der 20 bis 24-Jährigen genannt, die in den frühen 1990er Jahren das Licht der Welt erblickte. Offenbar sind die Twens im Land der unbegrenzten Möglichkeiten echte Sexmuffel. 15 Prozent der Befragten gaben tatsächlich an, seit ihrem 18. Geburtstag keinen Sex gehabt zu haben.

Du hast Fragen? Wir haben die Antworten

Zum Vergleich: Bei Menschen, die in den vergleichsweise prüden 1960er Jahren geboren wurden, haben nur acht Prozent Gleiches einräumen müssen. Und damit nicht genug: So inaktiv war die junge Generation des Landes zuletzt in den 1920er Jahren, als die Weltwirtschaftskrise nicht nur in den USA wütete. Diese überraschenden Ergebnisse wurden jüngst in der Fachzeitschrift "Archives of Sexual Behavior" veröffentlicht.

Sexmuffel werden nicht erwachsen

Gleichzeitig belegt die Studie, dass junge Erwachsene es heutzutage mit dem Erwachsenwerden nicht eilig haben. Führerschein und eine feste Anstellung haben für sie einen geringeren Stellenwert als bei vorherigen Generationen. Viele von ihnen leben noch bei den Eltern, auch geheiratet wird dementsprechend später, was dann immerhin für regelmäßigen Sex sorgen sollte. Doch Studienleiterin Jean Twenge sieht einen Hauptgrund für das Sex-Defizit darin, dass Millennials zu viel Zeit online verbringen, statt den direkten Kontakt zu Menschen zu suchen. Dass auch Pornografie im Netz nur einen Klick entfernt ist, ist möglicherweise ein weiterer Faktor, der zu Buche schlägt. Dating-Apps und Co. führen also nicht zu mehr Sex als bei den vorhergehenden Generationen.