Bedside Stories

Sex-Codes: Von Briefmarkensammlung bis "Netflix and Chill"

"Heute Abend: Netflix and Chill bei mir?". Alles klar – Einladung zum Sex. Warum auch die Klassiker unter den Sex-Codes noch wirken, lest ihr hier.
Sex-Codes: Von Briefmarkensammlung bis "Netflix and Chill"

Braucht man in unserer aufgeklärten Zeit eigentlich noch Sex-Codes? Offenbar schon – denn nur so erklärt sich, warum sich neben den Klassikern immer wieder neue Sprüche entwickeln, die nichts anderes sagen als: "Ich will Sex mit dir, aber es ist mir unangenehm, das direkt anzusprechen." Aktuelles Beispiel: "Netflix and Chill". Zugegeben, das ist deutlich charmanter, als direkt mit der Tür ins Haus zu fallen.

1. "Darf ich Ihnen meine Briefmarkensammlung zeigen?"

Dieser Sex-Code klingt verdächtig nach den 50er Jahren. Vermutlich ist er sogar noch älter, ganz genau überliefert ist das nicht. Dass sich ein Mann und eine Frau, die nicht miteinander verheiratet waren, allein zu Hause trafen, war bis vor einigen Jahrzehnten undenkbar. Da brauchte man dringend einen unverdächtigen Anlass, den man vorschieben konnte. Und was konnte harmloser sein als Briefmarken? Wie häufig der Spruch früher tatsächlich verwendet wurde, ist nicht bekannt. Wer ihn heute noch anbringt, liefert meist das Augenzwinkern gleich mit – aber mit Humor lässt sich ja auch oft punkten.

2. "Kommst du noch auf einen Kaffee mit rauf?"

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Als unverbindliche Dates und Sex vor der Ehe immer selbstverständlicher wurden, mottete man die Briefmarkensammlung langsam ein. Stattdessen entstand ein neuer Klassiker unter den Sex-Codes: die Frage nach dem Kaffee als Abschluss eines tollen Dates. Hier geht es darum, sich vor dem Objekt der Begierde nicht die Blöße zu geben und ihn oder sie allzu offensichtlich direkt ins Bett einzuladen. Indirekt wissen beide, was gemeint ist – wenn trotzdem abgelehnt wird, bedeutet es jedoch keinen Gesichtsverlust. Meistens aber hat man ja so ein Gefühl, ob es klappt: Ihr steht vor der Wohnungstür, quatscht schon die halbe Nacht und könnt euch einfach nicht trennen. Da kann dieser Spruch trotz aller Abgedroschenheit immer noch Wunder wirken, um endlich den entscheidenden Schritt zu wagen.

3. "Heute Abend: Netflix and Chill?"

Damit verraten wir vermutlich vielen nichts Neues, auch wenn dieser Code sich erst vor Kurzem entwickelt hat: An diesem Abend wird weder die neueste Serie im Pay-TV noch gemeinsames Chillen im Vordergrund stehen. Stattdessen hat derjenige, der dich zu "Netflix and Chill" einlädt, mit großer Wahrscheinlichkeit Lust, dich auf seiner Couch noch deutlich näher kennenzulernen. Hast du nichts dagegen, kannst du dich auf das Spiel einlassen.

4. Mein Pfirsich, deine Aubergine

Beim Sexting ist keine Zeit für langes Geschwafel – im heißen Chat mit dem Liebsten kommt man schnell zur Sache und lässt Emojis sprechen. Die bekanntesten Sex-Codes ohne Worte: Die Aubergine (alternativ auch Banane oder Maiskolben) steht für den Penis, der Pfirsich für den wohlgeformten Po der Frau, die drei Tropfen für den männlichen Orgasmus. Wenn es dann um konkrete Sex-Praktiken geht, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Mit Emojis wie den Lippen, der knieenden Person oder der herausgestreckten Zunge lässt sich schon mal eine ganze Menge ausdrücken.

5. Ganz persönliche Sex-Codes: Hat die nicht jedes Paar?

Das Schönste ist: Jedes Paar entwickelt früher oder später seine eigenen Sex-Codes. Die erinnern meist an gemeinsame Erlebnisse, bei denen ihr wild übereinander hergefallen seid. Zum Beispiel: "Wollen wir mal wieder campen gehen?", oder die individuelle Abwandlung von "Netflix and Chill": "Vielleicht sollten wir uns heute Abend Film XY mal wieder ansehen...". Wer solche Codes verwendet, kann sich sicher sein, dass er eine enge emotionale Bindung zum Partner hat und dass es in der Beziehung noch lange nicht langweilig wird.