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Nur Affären und schneller Sex? Studie enttarnt Sex-Mythen

Viele Affären, Untreue, keine Lust auf längere Beziehungen? Eine aktuelle Studie scheint viele Sex-Mythen über junge Leute zu widerlegen.
Nur Affären und schneller Sex? Studie enttarnt Sex-Mythen

Stehen junge Menschen nur auf Affären? Eine Studie sagt: Nein! Heutige Studenten sind anscheinend treuer und eher an langfristigen Beziehungen interessiert als gedacht. Diese jetzt veröffentlichten Ergebnisse gehören zu der Langzeitstudie "Studentische Sexualität im Wandel" des Instituts für Sexualforschung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).

Affären statt fester Beziehung?

Ein besonders häufiges Vorurteil lautet: Junge Menschen haben heute besonders viele Affären, Beziehungen und Treue sind ihnen nicht mehr so wichtig wie früheren Generationen. Dating-Apps und Online-Foren scheinen diese Entwicklung weiter zu befeuern. Die Ergebnisse der Studie widersprechen diesem Mythos. So fanden die Forscher laut der Tageszeitung “Die Welt" heraus: Die heutige Generation von Studenten ist anscheinend nicht weniger treu als frühere. Nur acht Prozent des Sexualverkehrs findet als One-Night-Stand, in einer Affäre oder als Seitensprung statt – das sind sogar drei Prozent weniger als in einer Befragung von 1981.

Du hast Fragen? Wir haben die Antworten

Doch vielleicht haben Studenten meist feste Beziehungen, wechseln ihre Partner aber sehr oft? Auch diese Annahme gehört zu den besonders oft gehörten Sex-Mythen. Aber sie scheint nicht zu stimmen: Die Anzahl der Sexpartner, die Studenten heute durchschnittlich haben, ist seit 1981 gesunken. Zu Beginn des Studiums führen junge Männer und Frauen durchschnittlich erst ihre zweite feste Beziehung, am Ende des Studiums die dritte.

Sex-Mythen: Junge Menschen mögen es ausgefallen?

Zu den besonders gängigen Sex-Mythen gehört auch: Junge Menschen seien heute besonders experimentierfreudig – vielleicht, weil Pornos über das Internet jederzeit verfügbar sind. Sogenannter “Blümchensex” sei dagegen völlig out. Einerseits ja, andererseits nein, sagt die Studie: Studierende sind heute tatsächlich aufgeschlossen und haben im Schlafzimmer öfter einmal Lust auf Neues. Viele gucken gemeinsam Pornos und holen sich dort Inspiration fürs eigene Liebesspiel, oder sie kaufen Sexspielzeug und probieren etwas Neues aus. Aber: Sehr oft bleibt es anscheinend beim einmaligen Ausprobieren. Der letzte Sex unter heterosexuellen Paaren war, so die Studie, meist keine ausgefallene Praktik, sondern einfach Vaginalverkehr.