Missionarsstellung erklärt: Basics zur beliebten Sexstellung

Ein absoluter Klassiker: Die Missionarsstellung ist nicht besonders aufregend, aber trotzdem beliebt – wie erklärt sich das?

Missionarsstellung erklärt: Basics zur beliebten Sexstellung

Muss die Missionarsstellung überhaupt erklärt werden? Sie liegt unten, er auf ihr – ist doch ganz simpel. Aber auch zur vermeintlich einfachsten und gängigsten Sexstellung gibt es ein paar interessante Facts, die einer Erklärung wert sind.

1. Beliebte Stellung beim ersten Mal – aber wieso?

Die Missionarsstellung ist leicht erklärt. Die Frau liegt auf dem Rücken, der Mann zwischen ihren Beinen und dringt so in sie ein. Ob erstes Mal überhaupt oder erster Sex mit einem neuen Partner: Die Beliebtheit der Missionarstellung erklärt sich unter anderem dadurch, dass sie gerade keine großen Überraschungen und akrobatischen Verrenkungen erwarten lässt. Stattdessen konzentrieren sich beide Partner zunächst voll aufeinander. Ist die Frau ausreichend erregt und ihre Scheide feucht, dann kann diese Stellung außerdem gerade beim ersten Mal besonders angenehm für sie sein, denn der Penis gleitet in einem anatomisch besonders günstigen Winkel in sie hinein.

2. Passive Stellung der Frau: Vor- und Nachteile

Fragen Pille Danach

Das entspannte Sich-Aneinander-Gewöhnen ist wichtig. Aber auf Dauer kann vor allem für die Frau ihr passive Position auf dem Rücken auch ein wenig langweilig werden. Viele Frauen können besser in einer anderen Stellung zum Höhepunkt kommen. Daher ist es kein Wunder, dass viele Paare die Missionarsstellung sehr bald variieren, etwa, indem die Frau ihre Beine auf die Schultern des Mannes legt – oder sie auch als Anfangsstellung nutzen, um später mit einem Stellungswechsel für mehr Schwung zu sorgen.

3. Missionarsstellung: Die gängige Erklärung des Namens ist falsch

Warum heißt die  Missionarsstellung eigentlich so? Dafür gab es jahrelang eine vermeintlich schlüssige Erklärung. Der amerikanische Sexualforscher Alfred C. Kinsey (1894-1956) schrieb in seinen berühmten "Kinsey-Reporten", dass die Ureinwohner einiger Südseeinseln mit dieser Bezeichnung das (ihrer Meinung nach) prüde Verhalten der christlichen Missionare verspottet hätten. Diese hätten den Eingeborenen mittels Zeichnungen vorschreiben wollen, dass die Stellung "Mann oben, Frau unten" die einzig "erlaubte" sei. Nach dem aktuellen Stand der Forschung beruht diese Erklärung Kinseys aber auf einem Irrtum. Demnach bezeichneten die Südsee-Ureinwohner etwas anderes als "Missionarsmode", und zwar das öffentliche Händchenhalten zwischen Liebespaaren, das in der Südsee vor der Ankunft der Missionare unbekannt gewesen war.

4. Missionarsstellung mal unendlich: Auch das Kamasutra variiert sie

Die Missionarsstellung ist gar nicht so langweilig, wie sie zuerst aussieht. Denn wer mal das Kamasutra durchblättert oder sich eine Zusammenstellung der beliebtesten Sexstellungen anschaut, wird merken, dass viele vermeintlich neue Stellungen doch nichts anderes sind als die Missionarsstellung – nur leicht abgewandelt und garniert mit klangvollen Namen. So hat die Frau mal die Beine oben, mal nur ein Bein, mal kniet der Mann mehr oder ist eher in Liegeposition, aber die Grundstellung ist häufig gleich. Also kann man die Missionarsstellung zu Recht als beliebten Klassiker bezeichnen, auf den immer noch fast kein verliebtes Paar beim Sex verzichten kann!

Verwandte Artikel