Bedside Stories

Klitoraler Orgasmus: Souveräne Frauen lieben ihn

Ein klitoraler Orgasmus ist kein "Orgasmus zweiter Klasse". Lass dich nicht verrückt machen, wenn du nur so zum Höhepunkt kommen kannst.
Klitoraler Orgasmus: Souveräne Frauen lieben ihn

Lange Zeit wollte uns die Sexualforschung weismachen, dass ein klitoraler Orgasmus nicht so viel wert sei wie ein vaginaler Orgasmus. Dass diese Annahme überholt ist, zeigt spätestens jetzt eine aktuelle Studie: Frauen, die auch ohne Penetration zum Höhepunkt kommen, haben demnach mehr Kontrolle über ihren Körper und ihre Lust.

Orgasmus ohne Penetration: Mehr Kontrolle über die eigene Lust

Für die im Fachmagazin "Journal of Sexual Medicine" veröffentlichte Studie wurden 88 Frauen von 18 bis 63 Jahren unter anderem zu ihren Orgasmus-Erlebnissen befragt – allein oder mit Partner, durch Selbstbefriedigung, mit oder ohne Penetration. Die Frauen wurden außerdem gebeten, ihre sexuelle Erregung, ausgelöst durch das Anschauen erotischer Filme, zu dokumentieren. Als Ergebnis hielten die Forscher fest: Zwar bevorzugten 64 Prozent der Frauen eine Mischung aus klitoraler und vaginaler Stimulation, um zum Höhepunkt zu kommen. Die Frauen jedoch, die angaben, dass nur ein klitoraler Orgasmus für sie den Gipfel der Lust bedeute, bewiesen laut der Studie gleichzeitig eine größere Lust, sich zu befriedigen, und während der sexuellen Erregung auch mehr Kontrolle über ihren eigenen Körper. Diese Frauen wissen also, was sie wollen – und das ist doch immer gut.

Klitoraler Orgasmus: Nicht weniger wert

Du hast Fragen? Wir haben die Antworten

Überhaupt: Ob es den rein vaginalen Orgasmus wirklich gibt oder ob daran nicht doch die Klitoris entscheidend beteiligt ist, die durch den Penis indirekt stimuliert wird – die Forschung weiß es noch nicht genau. Klar ist aber: Die Vorstellung, dass mit einer Frau etwas nicht stimmt, wenn sie ohne Penetration und nur durch Stimulation der Klitoris kommt – das behauptete um 1900 unter anderem Sigmund Freud –, ist falsch und überholt. Laut früherer Sexualforschung sollten diese Frauen unter anderem zu Depressionen neigen. Dafür fanden die Autoren der aktuellen Studie jedoch keine Anhaltspunkte. Ganz im Gegenteil!