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Keine Zeit für Sex? Studie zeigt, was wir lieber tun

Beim großen Angebot an Freizeitbeschäftigungen bleibt oft keine Zeit für Sex. Einer aktuellen Studie zufolge setzen Deutsche ganz andere Prioritäten.
Keine Zeit für Sex? Studie zeigt, was wir lieber tun

Du hast keine Zeit für Sex? Da bist du nicht allein! Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass viele Menschen lieber vor dem Fernseher entspannen. Welche Freizeitbeschäftigungen Deutsche sonst noch vom Schlafzimmer fernhalten, erfährst du hier.

Elektronisch statt persönlich

Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen liefert ungeschönte Fakten: Sex gehört nur bei jedem dritten Deutschen zu den regelmäßigen Freizeitbeschäftigungen. Das sind 10 Prozent weniger als vor fünf Jahren. Stattdessen stehen eher jene Beschäftigungen hoch im Kurs, bei denen elektronische Medien zum Einsatz kommen. Dem sogenannten "Freizeit-Monitor" zufolge sind die Top 3 der Freizeitaktivitäten in Deutschland nämlich Fernsehen (97 Prozent), Radio hören (90 Prozent) und Telefonieren (90). Für 76 Prozent der Befragten gehört auch das Internet zu den Verlockungen der Freizeit. 56 Prozent mehr Menschen geben an, das Medium regelmäßig zu nutzen, als vor fünf Jahren. Zeit mit dem Partner zu verbringen schafft es mit 67 Prozent gerade noch in die Top 10 der bevorzugten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen.

Keine Zeit für Sex oder soziale Kontakte

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Damit hängen elektronische Medien soziale Kontakte locker ab. Diese gehören zu den großen Verlierern im 5-Jahres-Vergleich. Deutsche haben demnach nicht nur keine Zeit für Sex, sondern auch weniger Zeit für Freunde und Familie. Nur 17,3 Prozent treffen Freunde oder Bekannte im eigenen Heim. Um Unternehmungen mit Freunden ist es sogar noch schlechter bestellt. 16,6 Prozent der Befragten gehen Freizeitbeschäftigungen mit Kumpels und Freunden nach. Auch hier ist ein Rückgang von bis zu 30 Prozent zur letzten Befragung im Jahr 2011 zu beobachten. In sportlicher Hinsicht dagegen sind die Deutschen laut der Befragung aktiver geworden. Auch wenn nur 10,7 Prozent regelmäßig ein Fitnessstudio besuchen, ist das immerhin ein Zuwachs von 26 Prozent gegenüber der Befragung vor fünf Jahren. Auch auf den Drahtesel schwingen sich mehr Menschen, nämlich über ein Drittel der Studienteilnehmer. Befragt wurden von der GfK knapp 3000 Personen ab 14 Jahren.