Figging: Das steckt hinter der Sexpraktik

Figging: Das steckt hinter der Sexpraktik

Spaß mit Ingwer: Das Küchengewürz verspricht anale Freuden ganz spezieller Art. Figging heißt das Begehren, das die Knolle verschärfend ins Liebesspiel einbaut.

Figging: Das steckt hinter der Sexpraktik

Eigentlich ist Ingwer nur ein Küchengewürz. Für Freunde des Figging ist er allerdings mehr als das. Statt "lass ihn dir schmecken" sagen sie lieber "lass ihn stecken". Sie nutzen seine ätherischen Öle nämlich zur analen Stimulation. Das klingt – je nach sexueller Vorliebe – nicht nur scharf, sondern das ist es auch. Spürbar. Und genau darauf kommt es an.

Figging: scharf, brennend, harmlos

Wer noch nie davon gehört hat, der muss sich nicht für einen fantasielosen Sexmuffel halten. Figging ist nämlich eine, sagen wir mal, für viele noch zu entdeckende Spielart erotischer Praktiken. Dabei wird der Ingwer in den Anus eingeführt und löst dort dank seiner Inhaltsstoffe ein gewisses Brennen aus. Anders ausgedrückt: Es tut ein bisschen weh. Das ist der Reiz dabei. Ein harmloser übrigens, denn gefährlich oder im engeren Sinne gesundheitsschädlich ist Figging nicht. Wenn du es richtig machst.

Sexspielzeug selbst geschnitzt

Fragen Pille Danach

Das beginnt schon mit den – zugegebenermaßen recht simplen  – Vorbereitungen. Mehr als ein ausreichend großes Stück Ingwer sowie ein Messer brachst du nicht. Mit der Klinge stutzt du die Wurzel in die geeignete Form. Am Ende wird aus ihr ein Anal- oder Butt-Plug und sie sollte auch wie einer aussehen. Und das geht so: Die eine Hälfte der Knolle schälst und schnitzt du zu einem fingerdicken und -langen Stück zurecht. Die optimale Dimension darf deinen Vorlieben entsprechend natürlich auch anders ausfallen. Die andere Hälfte sollte deutlich größer vom Umfang werden, so dass du einen Stöpsel erhältst. Das hintere Ende dient somit als Stopper. Andernfalls könnte die scharfe Knolle komplett im Verdauungstrakt verschwinden, was mit Unannehmlichkeiten verbunden sein dürfte.

Um den umgekehrten Fall zu verhindern, nämlich dass der Ingwer beim Figging herausrutscht, verleihst du dem einzuführenden Teil kurz vor dem dickeren Endstück eine rundum laufende Kerbe. Richtig gemacht ist sie tief genug, dass der Schließmuskel das vegetarische Sextoy sicher hält, ohne dass es zerbricht. Zwecks besserer Griffigkeit sollte das herausstehende Stück zudem ungeschält bleiben.

Ein reizender Schmerz

Nun geht es ans Einführen. Das kannst du mit etwas Gleitgel unterstützen, doch könnte dies die Wirkung der Ingwerwurzel beeinträchtigen. Frisch geschält sollte sie ohnehin feucht genug sein. Dafür sorgen die austretenden ätherischen Öle, die anschließend auch das brennende Gefühl im Rektum erzeugen. Und das bereits nach wenigen Augenblicken. Fans von Figging schwören nicht nur auf scharfe, sondern auch über verschärfende Gefühle. So wirkt sein Reiz angeblich sogar orgasmusfördernd. Auf jeden Fall sind die luststeigernden Empfindungen an der Schleimhaut recht harmlos. Das heißt, auch wenn es schmerzt, bleiben Verletzungen in der Regel aus.

Anhaltender Effekt

Die Inhaltsstoffe, der in Butt-Plug-Form gebrachten Knolle wirken auch noch, nachdem der Anal-Stöpsel entfernt worden ist. Du wirst ihren Effekt voraussichtlich bis zu einer halben Stunde danach spüren. Manchmal hält er sogar noch länger an.

Hast du einen Ingwer-Plug für eine Session benutzt, wirfst du ihn weg und verwendest für die nächste einen frischen. Auf keinen Fall solltest du ein und dasselbe Exemplar abwechselnd in Anus und Vagina einführen. Das könnte zu schlimmen Infektionen führen. Deshalb verwendest du dann besser zwei der Bio-Anheizer.

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